Auf dem Gemüsehof Eickhoff

Maislabyrinth in Soest: Auf Irrwegen hinter zwei Meter hohen "Wänden"

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Oliver Eickhoff lässt sich im Labyrinth nicht in die Irre führen. 

Soest - „Einfach loslaufen und gucken, wohin der Weg führt.“ Diesen Tipp gibt der 13-jährige Oliver Eickhoff allen, die sich im Maislabyrinth an der Weslarner Straße gern in die Irre führen lassen. Üblicherweise recken sich die dicken Getreidehalme mit ihren großen gelben Kolben eintönig in graden Reihen in die Höhe, nicht so auf dem Gemüsehof Eickhoff am Rande der Stadt: Dort führen lauter verschlungene Pfade durchs grüne Dickicht. 

Niemand, der hineingeht weiß wie, wo und wann er landet. Und gerade das finden die Besucher spaßig und spannend, weiß Olivers Mutter, Beata Eickhoff. Bisher aber habe jeder glücklich wieder herausgefunden, fügt sie lachend hinzu. 

Und die meisten, die sich ins abstrakte Gebilde wagen, entdecken auch die vier Stationen – verborgene Orte hinter zwei Meter hohen, sich im Wind wiegenden Wänden. 

Dort stoßen die Ausflügler auf Tafeln, eine steht ein paar Schritte vor dem Ausgang und trägt die Aufschrift: „Siehst Du, es war ganz leicht, das letzte Ziel ist schon erreicht.“ 

Auf drei Hektar Land stehen die unternehmungslustigen Besucher vor der Herausforderung, nicht nur auf gerader Strecke, sondern auch auf den vielen Abzweigungen die Übersicht zu behalten. 

Nach links oder doch lieber nach rechts?

Kurz bevor sie starten, genießen sie noch den wunderbaren Blick auf die Soester Kirchtürme, der sich dort draußen vom Hof aus bietet, und dann geht’s los: Erst ein Stück geradeaus, dann nach links abbiegen oder doch lieber nach rechts schwenken?

Hier geht's virtuell zum Gemüsehof Eickhoff

Beata Eickhoff begrüßt erfahrungsgemäß bis in den Oktober hinein viele Familien. Gern melden sich auch Großeltern, die sich auf den Spürsinn ihrer Enkel verlassen dürfen. Warum sich gerade die Jüngsten nicht so leicht verrennen? Die Antwort Beata Eickhoffs lautet: „Sie überlegen nicht lange, sondern gehen los.“ Offenbar ein Erfolgsrezept, denn Kinder erobern das geheimnisvolle Terrain besonders fix.

Ländlicher Abenteuerspielplatz

Erwachsene, die auf Nummer sicher gehen wollen, schauen nach dem Stand der Sonne, um in den verzwickten Gängen nicht die Orientierung zu verlieren. Oder sie betreiben erst einmal genaue Feldstudien und betrachten intensiv das mit einer Drohne aufgenommene Foto, das Beata Eickhoff anbietet.

Die Vorbereitungen für den ländlichen Abenteuerspielplatz beginnen schon zeitig im Jahr. Nach der Aussaat im Frühling und einem diesmal erstaunlich rasanten Wachstum – so Beata Eickhoff – steht im Laufe des Sommers der Schnitt an.

Es geht in einer Stunde - aber auch in zwei...

So entstehen knifflige Muster. Wer genau hinsieht, erkennt sogar die Konturen einer Maus. Das Maislabyrinth erinnert an die Gänge, die die kleinen Nager anlegen. Irren ist menschlich, und in diesem Fall sogar ausdrücklich erwünscht.

Wer das System aus Linien und Richtungen flott durchstreift, braucht etwa eine Stunde, alle anderen sollten es in zwei Stunden geschafft haben, meint Beata Eickhoff.

So sieht das (alte) Maislabyrinth auf GoogleMaps aus

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