"Pilgerstab" darf leuchten

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Soest - Der Förderbescheid vom Land kommt, und genügend Sponsoren sind auch gefunden: Der Verein „wallimlicht“ kann also den „Pilgerstab“, das Lichtkunstobjekt des Künstlerduos Molitor-Kuzmin vor dem Bahnhof aufstellen. Der Baubeginn soll in Kürze sein, sagte Vereinsvorsitzender Carl-Jürgen Schroth am Dienstag, als das Projekt vorgestellt wurde.

23.800 Euro steuert das Land Nordrhein-Westfalen zu den Gesamtkosten von rund 50.000 Euro bei. Gefördert wird der „Pilgerstab“ im Rahmen des Regionalprojekts „Hellweg – ein Lichtweg“. 

Dem Netzwerk gehören bisher die Städte Ahlen, Bergkamen, Bönen, Frönenberg, Hamm, Lippstadt, Lünen, Schwerte, Unna und zuletzt auch Soest an. Die Soester hatten sich mit dem Verein „wallimlicht“ vergleichsweise spät an das Netzwerk „Hellweg – ein Lichtweg“ angeschlossen. „Zunächst mussten in Soest Vandalismus- und Sicherheitsfragen geklärt werden“, hieß es zur Begründung. 

Kunstwerk auf dem „Lichtweg“

Als erstes Objekt hatte der Verein im Jahr 2011 den Lichtbogen von Richard Cox in der Gräfte an der Beamtenlaufbahn realisiert. Die andere Hälfte der Gesamtkosten wird von heimische Sponsoren übernommen. Außerdem werden Mitgliedsbeiträge und Spenden an den Verein eingesetzt. 

Ursprünglich war daran gedacht worden, den türkisblau leuchtenden „Pilgerstab“ am Jakobitor aufzustellen. Der Kulturausschuss lehnte das Vorhaben aber ab. Daraufhin wurde zwischen Unterführung und Bahnhof am ehemaligen Brüdertor ein neuer Standort für das Objekt gefunden, welches das Kölner Künstlerpaar Ursula Molitor und Vladimir Kuzmin entworfen hat. 

Einweihung beim „SoestArt“-Festival 

Ergänzt wird das Werk durch eine Torkonstruktion aus Stahl, die den Eingangscharakter des Standorts betont. „Der Pilgerstab passt besonders gut an diese Stelle, weil das ehemalige Brüdertor unweit des früheren Dominikaner- und des Walburgiskloster lag. Diese Klöster wurden von Pilgern auf dem Jakobsweg aufgesucht. Hier war und ist immer noch der Eingang zur Stadt“, sagte Dr. Norbert Wex von der Abteilung Kultur. Der „Pilgerstab für Soest“ soll am 29. September im Rahmen des Festivals „SoestArt“ eingeweiht werden. 

Pilgerstab im Bildformat

Das Künstlerduo Molitor-Kuzmin hat für den Verein „wallimlicht“ ein auf maximal 30 Stück limitiertes Kunstmultiple entworfen. Bei der 30 mal 40 Zentimeter großen Arbeit handelt es sich um eine auf Aludibond aufgezogene Simulation des zu errichtenden Objekts „Pilgerstab für Soest“, das vom Künstlerduo auf der Rückseite nummeriert und signiert wurde. Es ist zum Hängen vorbereitet. Bestellungen können aufgegeben werden unter der E-Mail wallimlicht@gmx.de, per Telefon 02921/14177 oder schriftlich an den Verein „wallimlicht“, Filzenstraße 6, 59494 Soest. Der Erlös aus dem Verkauf der Arbeiten ist zur Finanzierung des großen Lichtkunstprojekts vor dem Bahnhof bestimmt. Auch Spenden an den Verein sind erwünscht und absatzfähig.

Mehr zum Thema: 

www.hellweg-ein-lichtweg.de

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