Lesung brachte Schrecken des Holocausts nahe

Sie lasen aus „Abschied von Sidonie“: Gabriela Dorzweiler, Antonia und Lina Kleinschmidt und Linda Wegner. Historische Hintergründe gab es von Johanna Bergner.

Soest -  Kaum ein Platz blieb leer in der Aula des Archigymnasiums, als engagierte Oberstufenschülerinnen zu einer Lesung aus der Dokumentarerzählung „Abschied von Sidonie“ von Erich Hackel anlässlich des Holocaust-Gedenktages einluden.

Nach kurzen, einleitenden Worten zum Anlass und Hintergrund der Gedenkfeier begannen Gabriela Dorzweiler (Q2), Antonia und Lina Kleinschmidt (Q2, EPH) und Linda Wegner (Q1) aus dem Leben Sidonies vorzulesen.

Die gewählten Textauszüge beschrieben entscheidende Stationen im Leben des Romamädchens, das 1933 als Säugling in eine österreichische Pflegefamilie gegeben wird und zehn Jahre später im Konzentrationslager Auschwitz umkommt.

Damit das tragische Schicksal des Mädchens, das auf einer wahren Lebensgeschichte basiert, auch richtig in die Geschehnisse der damaligen Zeit eingeordnet werden konnte, erläuterte Johanna Bergner (EPH) zwischendurch immer wieder den geschichtlichen Hintergrund der Ereignisse.

Am Ende der Lesung hatten die anwesenden Schüler nicht nur einen Einblick in die Gewalt und Unmenschlichkeit der Zeit des Zweiten Weltkriegs gewonnen, sondern auch Möglichkeiten des Mitgefühls und der Zivilcourage vor Augen geführt bekommen.

Da ist sie schon kalt“ – es herrschte betroffenes Schweigen, als diese letzten Wortes des Textauszugs die Lesung beendeten. Nachdenklich und sichtlich betroffen verließen die Schüler nach der Veranstaltung die Aula.

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