Lendringser ärgern sich über den Durchgangsverkehr in ihrem Dorf

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Der Straßenbelag im Huerweg hätte eine Kosmetik nötig. Eine abschnittweise Reparatur könnte helfen. Und es soll die Anlieger bitteschön nichts kosten. Das steht als „Schaun mer mal“ jetzt auf der Liste vom Bürgermeister.

Lendringsen – Die Lendringser bekommen eine neue Sitzbank und einen Mülleimer dazu. Den müssen sie aber bitteschön selber leeren und alles so an der Hauptstraße deponieren, dass der Müllwagen das mitnehmen kann.

Rückwärts in den Stichstraßen rangieren, das gibt es ja wegen der Berufsgenossenschaft nicht mehr. „Das mit der Bank und dem Mülleimer ist versprochen, das kann ich organisieren“, sagte Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer.

Zusammen mit Thomas Gerwin vom Ratsbüro war er am Samstag früh um 10 Uhr zur Ortsbegehung im südlichsten der 14 Soester Ortsteile. Ortsvorsteherin Hildegard Schulte-Märter und 20 Lendringser waren mit unterwegs, zeigten, wie schön das Dorf ist – und wo sie gerne Änderungen hätten.

Die neue Sitzbank war die kleinere Bitte, denn am meisten ärgert die Menschen der Durchgangsverkehr auf der Brunnenstraße, vor allem aus Richtung Berlingsen: Die Strecke ist gerade und ein wenig abschüssig. „Hier geht keiner vom Gas runter, einen sicheren Seitenstreifen gibt es nicht. Für Kinder ist das lebensgefährlich“, so beschrieben Anwohner ihre Erfahrungen: „Bald beginnt wieder die dunkle Jahreszeit, dann ist es wieder besonders unsicher.“

Eine Idee für mehr Sicherheit haben die Leute im Ort schon: Sie wünschen sich Verengungen und Verschwenkungen, wie sie vor Berlingsen installiert wurden, wenn man von der Haar in Richtung Hiddingsen fährt: „Das zwingt zum Bremsen.“

Thomas Gerwin und Eckhard Ruthemeyer erlebten es hautnah mit, während sie sich über Details unterhielten: Immer wieder mussten auch sie beiseite treten und heranrauschenden Autos Platz machen. „Hier muss sich etwas ändern“, das sah der Bürgermeister sofort ein. Allerdings: Anordnen könne er nichts, weil die Ortsdurchfahrt eine Landesstraße sei. Er werde aber schnell mit den richtigen Leuten reden und mit den Lendringsern im engen Kontakt bleiben, versprach er.

Wie ist es sonst im Ort? „Man muss sie loben, die Lendringser“, stellte der Bürgermeister fest: „Die Dorfgemeinschaft funktioniert, die Leute sind füreinander da und helfen einander, das nehme ich als positiv aus den Gesprächen mit.“

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