Auch Sasha ging bei Heidrun Funke in den Kindergarten - jetzt nimmt die Leiterin Abschied

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Viele fröhliche Tabrock-Kinder, das Team und Heidrun Funke mittendrin: Die langjährige Kita-Leiterin geht in den Ruhestand.

„Die Kinder sind einfach toll“, sagt Heidrun Funke, Leiterin der Kindertagesstätte „Im Tabrock“. Sie weiß: Nimmt sie jetzt, nach langen 45 Jahren, Abschied, dann werden ihr die Kleinen sicher fehlen. Sieht sie die Kinder, wie sie spielen, singen und fröhlich sind, dann wird ihr warm ums Herz. 

Heidrun Funke geht in den Ruhestand. Erinnert sie sich an die Zeit im Soester Norden, denkt sie zuerst an die Kinder, ebenso an die Eltern, aber auch an klasse Mitarbeiter – „ein Dream-Team“ – und einen „super Vorstand“. Eine ganze Festwoche ist zu ihrem Abschied vorbereitet worden, das reicht vom offiziellen Rahmen bis zur „fetten Sause“.

 „Nette Menschen“ kommen zum Quatschen vorbei, Familien sitzen beim Picknick zusammen. „Erzieherin“ – dieser Berufswunsch stand für die Soesterin fest, als sie noch nicht einmal die Schule besuchte. 

Als kleines Mädchen ging sie in den Sonnenkamp-Kindergarten am Müllingser Weg. Dort habe sie allen anderen Sprösslingen erzählt: „Ich werde mal Kindergärtnerin.“ Sie blieb bei diesem Entschluss, absolvierte auf ihrem Weg ein Berufspraktikum und blieb fortan im Tabrock, wo sie unter anderem 25 Jahre lang als Gruppenleiterin tätig war. Als Gasthörerin studierte sie vor einigen Jahren Frühpädagogik. 

Wichtig sei ihr und allen anderen im Team, sich auf die Ebene der Kinder zu begeben, erzählt die 64-Jährige. Die Jungs und Mädels sprechen sie mit Heidrun an, und die legt großen Wert darauf, jeden Tag mit jedem der Kleinen ein paar Worte zu reden. Als die Soesterin ihren Dienst in der evangelischen Tagesstätte begann, stand noch der Altbau für 100 Kinder. Der war Mitte der 50er-Jahre entstanden, als viele junge Familien in der Siedlung hinter der Bahn ihre eigenen vier Wände einrichteten. 

Seither hat sich viel getan, es ist umgebaut und erweitert worden. So entstand im oberen Stock ein Bereich für die Jüngsten von vier Monaten bis drei Jahren, die dort liebevoll betreut werden. 

Wie wohl sich die Kinder in der Gemeinschaft fühlen und wie sehr auch die Eltern den Einsatz aller im Haus zu schätzen wissen, wird am Beispiel der „Reservisten“ deutlich. Dabei handelt es sich um eine Initiative einiger Familien. Die nämlich treffen sich heute noch mit Heidrun Funke, obwohl ihr Nachwuchs bereits Anfang der 80er-Jahre die Kita verlassen hat. Das Besondere an der Einrichtung beschreibt die Leiterin so: „Das ist einfach die warme Atmosphäre, das Gestandene und emotional Gewachsene mit den vielen Jahren.“ 

Für sie ist es schön, die Kinder aufwachsen zu sehen. Die Jüngsten feiern hier im Haus schon ihren ersten Geburtstag. Geht Heidrun Funke durch die Stadt, dann trifft sie immer wieder Ehemalige, die winken und freundlich grüßen. Viele Kinder von einst sind heute selber schon Eltern und halten ihrer Kita die Treue.

Prominentes Tabrock-Kind

„Sasha hat bei mir singen gelernt“, erzählt Heidrun Funke und lacht. Tatsache ist: Auch der bekannte Pop-Sänger mit Soester Wurzeln besuchte die Kindertagesstätte „Im Tabrock“, und es soll ihm dort sehr gut gefallen haben. Dass er später mit seinen Hits die Charts stürmen sollte, hat damals niemand geahnt. Träger der Einrichtung im Soester Norden ist der Evangelische Kindergartenverein. Simon Kelbert tritt die Nachfolge von Heidrun Funke an.

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