Haus einsturzgefährdet

Landgasthof Ostönnen: Brandursache noch unklar

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OSTÖNNEN - „Ein trauriges Bild.“ Etliche Ostönner standen am Mittwoch betroffen vor der Brandruine an der Werler Landstraße. Seit Jahren stand das alte Landgasthaus – einst Treffpunkt für Vereine und Familienfeiern – leer, nun hat ein Feuer das Gebäude vernichtet. Die Brandursache ist noch unklar.

Am Freitag wird sich ein Sachverständiger umsehen und sich ein Bild machen.

Feuer im Landgasthaus Ostönnen

Einst hatte das Lokal seinen festen Platz im Dorfleben. Doch diese Zeiten, sind vorbei, zum Bedauern vieler Bewohner, die sich gern daran erinnern, dass sie dort ihr Feierabend-Bierchen tranken und am Tresen immer jemanden fanden, mit dem sich ein Pröleken halten ließ. Dann gingen die Lichter aus, die Pforten schlossen sich, und es fand sich bis jetzt niemand mehr, der das Haus wieder auf Vordermann bringen wollte. Nun ist es wohl nicht mehr zu retten.

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- Landgasthof brannte

Die Flammen fanden reiche Nahrung, das Feuer breitete sich rasch aus, bis in die Abendstunden waren die Rettungskräfte im Einsatz. Feuerwehrleute aus Ostönnen und Ampen blieben die ganze Nacht vor Ort, um Glutnester im Auge zu behalten. Das Gebäude ist vom Einsturz bedroht. Gemeinsam mit dem Eigentümer sicherte die Kripo jetzt die Fenster, teilte Polizeisprecher Frank Meiske mit. So soll unter anderem verhindert werden, dass spielende Kinder in die Räume steigen und sich in Gefahr begeben. Wann mit ersten Ergebnissen des unabhängigen Sachverständigen zu rechnen ist, lässt sich derzeit nicht sagen. Der Experte wird zunächst feststellen, inwieweit er sofort in die Untersuchungen einsteigt oder ob es im Moment zu riskant ist, das Objekt zu betreten.

Der ehemalige Eigentümer Frank-Dieter Sievert, der die Immobilie vor gut zehn Jahren verkaufte, erfuhr von dem Brand während der Rückkehr aus dem Urlaub. Er war noch unterwegs, als das Handy schellte und ihn die Nachricht ereilte.

Er ist eng mit dem Gasthaus verbunden, das er einmal in der fünften Generation führte. „Die erste Konzession wurde im Jahre 1820 erteilt“, erzählt der frühere Wirt. Noch heute wird er im Dorf rechts und links der Bundesstraße „Schmuie“ genannt – ein Name, der jedem Ostönner ein Begriff ist und der sich vom Wort Schmiede ableitet, Hinweis auf das Handwerk, das Vorfahren im Nebenerwerb betrieben.

Frank-Dieter Sievert stand seit 1968 am Zapfhahn. Damals entstand auch der Sparclub, der heute noch sehr aktiv ist, am letzten Tag des Jahres die Zuschauer des Silvesterlaufes gut bewirtet und den Wonnemonat mit einem Fest unterm Maibaum begrüßt. „Leicht schockiert“, beschrieb Hans-Gerd Stevens vom Vorstand seine erste Reaktion, als er von dem Feuer hörte. - Köp.

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