Lahmes Internet regt viele Soester auf 

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Stecker rein, und los geht's! Doch für viele beginnt erst jetzt der Ärger mit dem Internet

Soest – Internet, wahnsinnig schnell, bis zu 400 Mbit und das für kleines Geld. Doch dann die große Enttäuschung: Zu Hause kommt nur ein Bruchteil der versprochenen Datenrate an, manchmal streikt es auch ganz. Kein anderes Thema hat in jüngster Zeit die Soester Verbraucherzentrale am Osthofentor so gefordert.

Mehr als jede vierte Beschwerde bezog sich auf Telefon und Internet. Holger Okken, der Leiter des Berater-Teams, informierte gestern im Jahresgespräch über all das, was Verbraucher nervt und wo sie aus eigener Kraft nicht mehr weiterkommen.

Doch die fehlende Bandbreite ist nur ein Problem beim Thema Kommunikation. Beraterin Kathrin Quandt hört sich immer wieder an, dass sich die Kunden die Zähne ausbeißen, um bei einer Störung oder bei wochenlanger Funkstille nach einem Vertragswechsel Hílfe zu bekommen.

„Viele haben das Problem, ihre Rechte durchzusetzen.“ Und beim lahmen Internet gehört dazu, erst einmal verlässlich (gerichtsfest) den tatsächlichen Datenstrom zu messen. Quandt: „Am besten gehen Sie dazu auf unsere Internetseite unter Breitbandmessung, dort gibt es das offizielle Tool der Bundesnetzagentur, das präzise misst.“

Gleich hinter den Beschwerden übers Internet brennen den Soestern, die zur Verbraucherzentrale kommen, Energiefragen und Dienstleistungen unter den Nägeln: Mietrecht, nervige Inkassobüros, Handwerker-Streit, Partnervermittlung und Fitnessstudio.

In Sachen Energie schicken die Verbraucherschützer neuerdings sogar kostenlos einen Energieberater zu den Kunden nach Hause, der einen ersten Basis-Check vornimmt, wo Energie womöglich verpulvert wird und wie sich das abstellen lässt. Den sollte man, so Okken, auf jeden Fall zu Rate ziehen. Denn es bedarf nicht immer der großen und teuren Investments, um den Strom-, Gas- oder Ölverbrauch zu drosseln. Drei einfache, aber effiziente Tipps helfen schon:

  • neue Duschköpfe verbrauchen nur einen Bruchteil des Wassers;
  • Thermostat-Ventile an den Heizungen bewahren vor zu warmen Räumen und zu hohen Rechnungen;
  • gedämmte Wasserleitungen verpulvern nicht unnötig die Wärme dort, wo sie gar nicht benötigt wird.

Die Verbraucherberater warten nicht nur auf Fragesteller, sie gehen auch selber raus. Allein im vergangenen Jahr besuchten sie 27 Schulen und damit junge Leute, die oftmals in Sachen Geld und Zahlungsverkehr oder erster Wohnung recht ahnungslos sind.

Außerdem gibt es eine Kooperation mit dem Jobcenter. Wenn Hartz-IV-Bezieher etwa eine dicke Stromnachzahlung ins Haus bekommen, werden frühzeitig die Berater hinzugezogen, um die Sorge in den Griff zu kriegen.

Mehr Tipps: www.verbraucherzentrale.nrw/soest

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