Kurioser Vorfall: Zwei Männer flüchten in ihre Wohnung - Feuerwehr Soest bricht Tür für die Polizei auf

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Die Feuerwehr Soest rückte zur Unterstützung für die Polizei an.

Soest – Dieser Einsatz begann mit einem unverschlossen abgestellten Auto führte zu einer Wohnungstür, die die Feuerwehr aufbrechen musste, und endet für mindestens einem Mann demnächst im Gerichtssaal.

Diese nicht ganz alltägliche Reihenfolge von Ereignissen erlebten zwei Soester Polizeibeamte am Dienstagabend. Ein Busfahrer hatte die beiden Beamten gegen 18.55 Uhr auf eine Auto in der Hermannstraße aufmerksam gemacht. 

Der Wagen stand dort unverschlossen und ohne Kennzeichen im Wendehammer auf der Sperrfläche. Den Beamten war das Auto keineswegs unbekannt. Als berufsbedingt aufmerksame Beobachter hatten sie das Fahrzeug noch kurz zuvor in der Hermannstraße fahren gesehen. 

Ab hier wird's seltsam: Unterhalb der Fahrzeugtür lag ein eingeschaltetes Handy mit einem Personalausweis. Ein Zeuge berichtete den Polizisten, dass zwei Männer den Wagen dort geparkt und die Kennzeichen abmontiert hätten. Danach seien die beiden in Richtung eines Hauses in der Hermannstraße gegangen. 

Stimmen in der Wohnung - doch keiner öffnet

Die Polizisten fanden schnell heraus, dass das rätselhafte Auto am Wochenende zuvor abgemeldet worden war. Ein weiterer Zeuge kannte zudem einen der beiden ausgestiegenen Männer. Sowohl dieser Mann als auch der Eigentümer des Wagens und Personalausweises waren, so viel stand auch schnell fest, nicht im Besitz eines Führerscheins. 

Als die Polizisten an der Wohnung eines der beiden Männer klingelte, an der sie zuvor noch Stimmen aus der Wohnung gehört hatten, öffnete jedoch niemand. Die Beamten, die wenig Lust auf dieses Versteckspiel hatten, holten sich fix von einem zuständigen Richter einen mündlichen Durchsuchungsbeschluss. Als dann noch immer niemand die Wohnungstür öffnen wollte, erledigten dies ein paar kräftige Männer der Soester Feuerwehr.

Alkohol und wohl auch Drogen im Spiel

Die beiden Männer, die mutmaßlich zuvor mit dem Wagen gefahren waren, waren erwartungsgemäß in der Wohnung und standen deutlich stärker unter Alkoholeinfluss, als es fürs Autofahren gut ist – Führerschein hin oder her. Auch diverse Drogen fanden die Polizisten in der Wohnung. 

Da keiner der Tatverdächtigen mit dem Wagen unterwegs gewesen sein will, wurden bei beiden Blutproben entnommen. Neben ihrem Blut durften die beiden Männer auch Teile ihrer Kleidung abgeben, damit man ihnen per Spurenabgleich nachweisen kann, dass sie im Auto waren. 

Letzteres wurde ebenfalls direkt von der Polizei sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen sollen jetzt zeigen, wer den Wagen gefahren hat.

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