Schwimmobjekt aus Stocklarn gleitet über die Bucht von Sibenik

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Harald R. Broerken aus Stocklarn hat ein Floß mib lau-weißem Kubus für eine Ausstellung in der kroatischen Stadt Sibenik gebaut.

Soest/Stocklarn/Sibenik -  Noch ist das Bild fiktiv und nur als Computeranimation zu sehen. Aber am Donnerstag (1. Juni)  wird es Realität: Das Floß „Splav“ von Harald R. Brörken gleitet über die Adria auf die Stadt Sibenik zu.

Das Floß „Splav“ ist Teil eines Kunst-Projekts, das Harald Broerken aus Stocklarn im Auftrag der kroatischen Stadt Sibenik schuf. Die kunstsinnige Stadt mit ihrer Jakobskathedrale, die zum Weltkulturerbe gehört, lädt regelmäßig Künstler ein und entschied sich in diesem Jahr für Broerken.

Am 1. Juni wird Brörkens Schwimmobjekt mit dem markanten blau-weißen Kubus über die Bucht von Sibenik zur Stadt fahren, um dann auf einem minutiös festgelegten Weg durch die Altstadt zur Galerija Sv. Krsevana getragen zu werden. Dort ist das Floß mit dem zwei mal zwei mal zwei Meter großen Würfel auf den gebogenen Kufen bis zum 15. Juni ausgestellt.

Der Kunsthistoriker Dr. Erich Franz, früherer stellvertretender Direktor des LWL-Museums in Münster und heute Kurator beim Kunstverein Lippstadt, schreibt zu dem Projekt unter anderem: „Mit seiner Ruhe, mit seinen Farben und seiner kubischen Konzentration ,zeichnet’ das Schiffsobjekt das weite Wasser nach, es zieht eine Linie durch die Bucht, durch die Stadt, an der Kathedrale vorbei, zu der seine Kubatur eine besondere Beziehung herstellt. Das Schiff wird durch die Gasse und über die Plätze getragen, die Erinnerung an das Wasser bewegt sich über das Land. Als würde man all dies neu sehen. Und zugleich erlebt man, was schon lange da war, in neuer poetischer Dichte.“

Der gebürtige Soester Harald R. Brörken hat Produktdesign in Münster studiert. Er lebt und arbeitet in der Gemeinde Welver. Brörken hatte Lehraufträge an der Fachhochschule Südwestfalen und eine Dozentur für freies und technisches Zeichnen am Berufskolleg Bestwig. Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, unter anderem an „Die Erben Wilhelm Morgners – Hommage an einen Westfalen“ machten den Künstler über Soest hinaus bekannt.  - bs

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