Künftig soll ein Ordnungsdienst Soester Stadtrat vor überraschenden Zwischenfällen schützen

+
Mit rotbeschmierten Händen protestiert „Extinction Rebellion“ im Stadtrat.

Soest – Der Zwischenfall mit dem Protest der Soester „Extinction-Rebellion“-Gruppe in der Ratssitzung am Mittwochabend soll sich nach Möglichkeit nicht wiederholen. Die Stadt prüft gerade, ob künftig ein Ordnungsdienst für die Ratssitzungen bestellt wird.

Das hat Rathaus-Sprecher Thorsten Bottin auf Anfrage des Anzeiger berichtet. Es sei nicht in Ordnung, wenn durch lautstarke Störungen „psychischer Druck auf Ratsmitglieder“ aufgebaut werde. 

Die etwa zwölfköpfige Gruppe war mit rotverschmierten und ausgestreckten Händen in den Ratssaal gezogen und hatte sich dicht hinter die Politiker platziert. Währenddessen verlas ein Aktivist von der Besuchertribüne aus eine Erklärung zu Klimaschutz im Allgemeinen und zur Sanierung des Walls im Besonderen.

Fünfmal forderte Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer vergeblich die Akteure auf, ihre Aktion zu beenden und den Saal zu verlassen. Erst freundlich („Leute, Ihr müsst Euch an die Regeln halten!“), schließlich drohend: „Ich werde gleich Ihre Personalien aufnehmen lassen – das wird Konsequenzen haben.“ 

Welcher Art diese Konsequenzen für die Störer sein werden, dazu könne man noch nichts sagen, so der Rathaussprecher. 

Wie unvorbereitet den Stadtrat die Protestaktion traf, zeigte sich daran, dass der ungebetene Redner auf der Tribüne bei offenem Besucher-Mikrofon sprechen konnte. Offensichtlich gab es keinen Techniker oder Rathaus-Mitarbeiter, der das Mikro abschalten konnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare