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Kommunalbetriebe: „Bäume werden bei Arbeiten im Theo-Park geschont“

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Von: Achim Kienbaum

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Regelrecht „aufgeständert“ wird das Pflaster um die Bäume im Park. So soll eine unerwünschte Verdichtung des Erdreiches in diesen Bereichen vermieden werden.
Regelrecht „aufgeständert“ wird das Pflaster um die Bäume im Park. So soll eine unerwünschte Verdichtung des Erdreiches in diesen Bereichen vermieden werden. © bsl

Soest - Wo gehobelt wird, da mögen ja Späne fallen, aber doch bitte keine ganzen Bäume. Genau diese Sorge haben aber einige Anrufer, die sich in der Anzeiger-Redaktion meldeten. Im Rahmen der gerade laufenden Neugestaltung des Theodor-Heuss-Parks glauben sie, dass die Arbeiten einige Bäume so weit schädigen könnten, dass sie das nicht überleben werden.

„Natürlich sieht die Baustelle derzeit alles andere als idyllisch aus“, räumten Dirk Mackenroth und Alfred Koll am Dienstag ein – beide bei den Kommunalbetrieben der Stadt federführend zuständig für das Großprojekt, das voraussichtlich im Frühsommer fertig werden wird. „Aber bei den Arbeiten wird größtmögliche Rücksicht auf die Bäume genommen“.

Genau das hatten die besorgten Anrufer bezweifelt: So sei um den großen Ahorn unmittelbar am Ufer des Großen Teichs herum eine kleine Mauer entfernt worden, auf die sich der Baum als „Sitzpolster“ gelehnt habe – die Standfestigkeit habe damit bereits gelitten, der Baum sei jetzt „stark gefährdet“.

Das sieht Mackenroth ganz anders: „Der Baum hat sich nicht auf diese Mauer gestützt, deshalb hat ihre Entfernung auch keinerlei Auswirkungen auf seine Standfestigkeit.“

Ähnlich unbegründet ist für ihn auch die Sorge, dass ein an die große Blutbuche im Park gelehntes Gitterzaunelement den mächtigen alten Baum schädigen könne. „Wir haben den Baum extra durch das Aufstellen der Gitter vor unbeabsichtigten Verletzungen während der Arbeiten geschützt. Wenn eines dieser Gitter kurz gegen den Stamm gelehnt wird, sollte das keine negativen Effekte haben.“

An der Blutbuche zeigt sich auch eine weitere Sorge von Baumfreunden: Dort seien die durch rote Schnüre abgeteilten „Ausschauchtungsflächen“ so nah an den Baum herangerückt, dass „massive Schäden“ für das Wurzelwerk befürchtet werden müssten.

Auch das weist Mackenroth zurück: „Im Zuge der Neugestaltung werden die gepflasterten Wege, die bislang sehr nah an den Bäumen verliefen, an vielen Stellen schmaler und verlaufen dann in größerer Entfernung zu den Bäumen als vorher“, erklärt er. Das gelte auch an der Blutbuche. Dort werde eben nicht „tief ins Erdreich eingedrungen“, vielmehr würde lediglich das alte Pflaster und dessen Aufbau entnommen. „Tiefer gehen wir dort nicht.“

Und: Die Angleichung bislang unterschiedlicher Ebenen im Park erfolge nicht auf Kosten der Bäume, zum Beispiel durch eine Verdichtung des Erdreiches. Stattdessen werde auf den bereits bestehenden Grundlagen ein „luftiger Aufbau“ rund um die Bäume geschaffen, der ihnen eben nicht schade, sondern im Gegenteil ein Wachstum des Wurzelwerkes darunter ermögliche.

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