Stadtentwicklungsausschuss

Kommentar: Soester Politik macht sich lächerlich

Der Stadtentwicklungsausschuss tagte am Dienstag in der Soester Stadthalle - und gab dabei nach Meinung unseres Reporters kein allzu gutes Bild ab.
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Der Stadtentwicklungsausschuss tagte am Dienstag in der Soester Stadthalle - und gab dabei nach Meinung unseres Reporters kein allzu gutes Bild ab.

Es war ein frustrierender Dienstagabend – nicht nur mit deutschem Blick auf die Fußball-EM, sondern in Soest auch aus politischer Sicht. Denn die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses fühlte sich ähnlich schmerzhaft wie die Niederlage der Nationalelf an. Ein Kommentar.

Soest - Ausgerechnet die Grünen, die stundenlang am meisten Zeitspiel betrieben, verließen das Feld noch vor Ende der Nachspielzeit als schlechte Verlierer einer demokratischen Abstimmung. Auf die gleiche Weise geriet die SO-Partei ins Abseits.

Die SPD lehnte sich ebenfalls gegen Beschlüsse nach 22 Uhr auf. Man könne ja andere Termine haben. Schließlich blieben die beiden Sozialdemokraten aber doch sitzen. Im Fachjargon nennt man eine solche Täuschung „Schwalbe“.

Kommentar zur Soester Politik: Verspätung und klingelndes Handy

Auch Trainer Andreas Janning bekam seine Mannschaft als Ausschussvorsitzender leider nicht mehr wirklich in den Griff. Die CDU lachte über Beiträge anderer Fraktionen und verdiente sich so (mindestens) die Gelbe Karte wegen Unsportlichkeit.

Ersatzspielerin Kerstin Hoffmann (FDP) – sie vertrat Stammspieler Peter Schween – lief zunächst ganze zwei Stunden zu spät auf den Platz und fiel dann nicht durch Wortmeldungen auf, sondern durch das mehrfach laut klingelnde Handy.

So traurig es ist: Einzig und allein bei der BG und an den politischen Rändern, sozusagen auf den Außenbahnen, fielen keine Eigentore. Die Flügelstürmer Mirko Fischer (AfD) und Winfried Hagenkötter (Die Linke) blieben stets sachlich und fair.

Kommentar zur Soester Politik: 40 Zuschauer auf den Rängen

Nach Abpfiff gab es keinen Sieger. Leid tun kann einem die Verwaltung auf der Bank, die das Theater ausbaden muss. Respekt haben sich die rund 40 Zuschauer auf der Tribüne verdient, die lange Zeit durchhielten. Was ist das für ein Zeichen, wenn diese Zuschauer länger bleiben als diejenigen, die sie im vergangenen Jahr dafür gewählt haben?

Um die Sportmetapher zu verlassen: Für Kabarett sollten in der Stadthalle eigentlich andere Protagonisten zuständig sein. Unterm Strich stehen vier Stunden, die man in einer oder zwei hätte abhandeln können. Es ist ja in Ordnung, wenn die Politiker inhaltlich nicht immer einer Meinung sind. Aber in manchen, vor allem organisatorischen Punkten könnte man dann doch geschlossen agieren. Diese Sitzung war nur eins: hochnotpeinlich!

Würden die Parteien auch so auftreten, wenn im September nicht Bundestags-, sondern Kommunalwahl wäre?

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