Kommen und Gehen in Soester Flüchtlings-Zeltstadt

74 sind abgereist, 60 neue Flüchtlinge gekommen: Die Soester Zeltstadt.

Soest -  In der Flüchtlings-Unterkunft in der Van-Wessem-Kaserne am Hiddingser Weg hat es den erwarteten und angekündigten großen Wechsel gegeben. „74 Flüchtlinge, die schon mehr als ein halbes Jahr bei uns in der Unterkunft waren, sind heute abgereist“, berichtete Einrichtungsleiter Thomas Müller am Montag.

Für 28 weitere Asylbewerber steht am Mittwoch der Bus bereit, der sie in verschiedene Städte des Landes bringt, wo sie den Kommunen fest zugeordnet sind und von ihnen betreut werden.

Wie berichtet, steht die Unterkunft damit aber keineswegs leer. Von den in der vergangenen Woche angekündigten 100 neuen Flüchtlinge sind tatsächlich am Wochenende 60 gekommen. „Deutlich weniger Syrer, dafür mehr Afrikaner“, so Müller. Vor allem Menschen aus Zentralafrika (Kongo, Guinea) seien unter den Neuankömmlingen. Die 60 „Neuen“ orientieren sich gerade und machen sich mit den zentralen Einrichtungen wie Essensausgabe und Sanitärbereich vertraut, berichtet der Einrichtungsleiter. Für zwei schwangere Frauen seien auch bereits die ersten Kontakte zum Krankenhaus und zu Gynäkologen geknüpft worden.

Im Gegensatz zu der großen Zahl der Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr auf die Städte und Gemeinden zukam, läuft das Ankunftsverfahren nun deutlich geordneter ab. Alle Asylbewerber sind schon ein paar Tage in Deutschland und haben die wichtigsten Stationen bereits durchlaufen: Sie sind registriert, ihre biometrischen Daten sind erfasst, und sie sind ärztlich untersucht worden. „Das erleichtert uns die Arbeit ungemein“, sagt Müller. Weil er Namen und Daten schon vor der Ankunft erhalten habe, konnte das Team in der Zeltstadt frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen und die einzelnen Familien bestimmten Zimmern in den Großquartieren zuordnen.

Ob in Kürze weitere Flüchtlinge kommen, weiß man in der Zeltstadt nicht. „Es kann immer passieren, wir müssen ständig aufnahmebereit sein.“

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