Klinikum Stadt Soest

Pflege: Mehr Ausbildungsplätze in Albrecht-Schneider-Akademie

Die Schüler der Albrecht-Schneider-Akademie lernen mit iPads
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Die Schüler der Albrecht-Schneider-Akademie lernen mit iPads

Als vor zwei Jahren NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Albrecht-Schneider-Akademie (ASA) im Klinikum besuchte, gab die Pflegeschule dem Minister die Zusage, die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen, neue Lehrkräfte für Gesundheitsberufe einzustellen und die Unterrichtsbedingungen weiter zu modernisieren. „Dieses Ziel haben wir nun erreicht“, freuen sich Michael Steinhoff, Leiter der ASA, und Christian Schug, einer der beiden Geschäftsführer des Klinikums.

Soest - „Wir haben die Zahl der Ausbildungsplätze in den vergangenen drei Jahren verdoppeln können, von 75 auf aktuell 150 Ausbildungsstellen. Zum 1. Oktober sind nun alle 150 Stellen besetzt“, erklärt Schug. Zweimal im Jahr beginnen jeweils 25 Auszubildende ihre Lehre an der ASA. Schug nannte es ein großes Glück, dass die Schule in direkter Nähe zum Klinikum ist. Denn während der dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann gehen die Auszubildenden zwei Tage zur Schule, um Theorie zu lernen. An den anderen Tagen lernen sie praktisch die Pflege der Patienten im Klinikum.

Die Auszubildenden würden nach der dreijährigen Lehrzeit gerne übernommen. Weil die Zahl der Auszubildenden stark angestiegen ist, werden zum 1. Oktober auch zwei weitere Lehrkräfte eingestellt. Parallel werden an der Albrecht-Schneider-Akademie weitere 25 Pflegefachassistenten ausgebildet. Sie bleiben ein Jahr an der ASA.

Für die Verantwortlichen gab es gestern einen weiteren Grund zur Freude: Der Digitalpakt Schule setzt ein technisches i-Tüpfelchen. Die Räumlichkeiten der ASA sind nun auch komplett digital ausgestattet mit Apple-Systemen. 35 237 Euro überbrachte Magdalena Schröder von der Bezirksregierung Arnsberg aus dem Digitalpakt Schule der Albrecht-Schneider-Akademie. „Damit konnten wir 90 Prozent der Kosten für die angeschaffte Hardware decken. Unser Eigenanteil beträgt nur 10 Prozent“, freut sich Michael Steinhoff. Die ASA hatte die Fördergelder bei der Bezirksregierung beantragt und auch erhalten.

Angeschafft wurden von den Fördergeldern iMacs für die Lehrer, MacMinis für die Klassenräume, die dort auch als Beamer genutzt werden können, sowie iPads pro und die Pencils für die iPads. Jeder der Auszubildenden, die die dreijährige Lehre machen, erhält ein iPad für den Unterricht und für zu Hause. Nach der Ausbildung werden sie wieder abgegeben. „Sie gehen an den Händler zurück, die Firma Gebrauchte Macs.de. Sie überarbeitet die Geräte und bringt sie wieder in den Verkauf“, so Steinhoff.

„Wir arbeiten schon seit 2014 digital mit iPads im Unterricht, das ist für uns nicht neu“, erklären die Lehrer der ASA. „Durch die Digitalisierung des Unterrichts war es während des Corona-Lockdowns möglich, Homeschooling für die Krankenpflegeschüler anzubieten, so dass keine einzige Unterrichtsstunde ausfallen musste“, sagt der Leiter der ASA.

Über die Plattform Moodle sei das Homeschooling möglich geworden. Michael Steinhoff nannte es auch von Vorteil, dass in der ASA ein Betriebssystem verbindlich verwendet werde.

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