Nach drei Jahren Diskussion

Klinikum und französische Partner planen Reha-Komplex

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Auf der insgesamt rund 38 000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Klinikum und Wohnsiedlung sollen die neue Rehaklinik und weitere Einrichtungen entstehen.

Soest - Seit drei Jahren waren Pläne für einen Reha-Komplex am Klinikum Stadt Soest in der Diskussion, jetzt soll es an die Realisierung gehen.

 Mitte Juli hatte der Anzeiger erstmals exklusiv über Gespräche zwischen dem Klinikum Stadt Soest und der französischen Orpea-Gruppe berichtet, bei denen es um den Bau und Betrieb einer großen neuen Rehaklinik in unmittelbarer Nachbarschaft des Klinikum-Komplexes ging. Am Freitag meldeten die Partner nun offiziell Vollzug, nachdem zuvor auch der Aufsichtsrat und der Rat der Stadt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung am Mittwoch einstimmig ihre Zustimmung zu dem Konzept gegeben hatten.

„Wir freuen uns und sind stolz, dass dieses von uns entwickelte und auf die speziellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnittene Konzept nun von Orpea umgesetzt wird“, erklärte Oliver Lehnert, Geschäftsführer des Klinikums, der die Verhandlungen mit den Franzosen über den „Gesundheitscampus Soest“ geführt hatte.

Auf einer bislang lediglich als Grünfläche und Mitarbeiterparkplatz genutzten, rund 38 000 Quadratmeter großen Fläche sollen sowohl eine große Rehaklinik mit bis zu 240 Betten, als auch ein „Haus der Betreuung betagter Menschen“ mit 80 Plätzen in betreuten Wohngruppen und 50 barrierefreie Wohnungen für die Umsetzung eines „ambulanten Servicekonzeptes“ entstehen. Insgesamt sollen in diesen Einrichtungen rund 250 neue Arbeitsplätze entstehen,

Seit 2013 habe das Klinikum an dem Konzept gefeilt, das nun von der Orpea-Tochter Celenus-Kliniken umgesetzt werden soll, erklärte Lehnert. Er betonte, dass die Krankenkassen bereits „ihr Interesse an diesem innovativen Ansatz“ bekundet hätten, der sowohl ambulante als auch stationäre Rehabilitation beinhalte.

Mit eigenem Geld werde das Klinikum sich weder am Bau der Immobilien noch am Betrieb der neuen Einrichtungen beteiligen, so Lehnert. Vielmehr werde das Grundstück an die neuen Partner verkauft, in drei bis vier Jahren, wenn der neue Reha-Komplex seinen Betrieb aufnehmen könne, solle dann auch das „SoestVital“ in der Celenus-Gruppe aufgehen. Die Mitarbeiter seien darüber bereits informiert.

Über Details des Projektes sollen Anlieger in einer Versammlung informiert werden, versicherte Lehnert. Nach Anzeiger-Informationen sollen der Komplex für betreutes Wohnen und die Altenpflegeeinrichtung entlang der Grundstücksgrenze zum Harbortweg hin entstehen, die Rehaklinik am Senator-Schwartz-Ring.

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