Schwerer Job in schweren Zeiten

Graffito als Dank: Immer mehr Kunst an Trafostationen in Soest

Pfleger, Putzfrau, Ärztin und ein Koch symbolisieren die Mitarbeiter der Krankenhäuser.
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Pfleger, Putzfrau, Ärztin und ein Koch symbolisieren die Mitarbeiter der Krankenhäuser.

Soest ist um weitere vier Trafostationen bunter. Was sich eher widersprüchlich anhört, hat durchaus seine Berechtigung.

Soest - Trafohäuschen und bunt? Die aus Peltow bei Berlin stammenden Künstler Benjamin Braune und Lino Meyer haben einmal mehr ihre Ideen im wahrsten Sinn des Worts versprüht.

Auf den beiden bis dato tristen Gas- und Stromstationen am Ardeyweg sind jetzt fleißige Handwerker zu sehen, an dem Trafohäuschen am Offerhausweg werden Sandburgen gebaut. Die Stromkiste vor dem Klinikum wartet mit höchst aktuellen Bezügen auf: „DANKE“, heißt es hier in großen Lettern.

Kunst an Trafostationen in Soest: Pfleger, Ärztin und Co.

Darunter sind stellvertretend für die vielen Professionen im Krankenhaus ein Pfleger, eine Putzfrau, eine Ärztin und ein Koch zu sehen. „Unser Dank für die Helden des Alltags“, sagt Stadtwerke-Sprecher Harald Feine, und das besonders in diesen von der Pandemie getriebenen Zeiten.

Der Soester Versorger hatte vor drei Jahren die Idee, seine zuvor oft eher hässlichen und beschmierten Gas- und Trafostationen der Reihe nach mit frischen Streetart-Motiven zu wahren Hinguckern aufzupimpen.

Kunst an Trafostationen in Soest: Ist das echt oder nur ein Bild?

Das ist nun an mittlerweile 16 Standorten gelungen. Die Bilder sehen oftmals dermaßen detailgetreu aus, dass man einen Moment stutzt: Ist das noch ein Bild oder schon die Realität? Wie etwa bei dem Kiosk-Motiv, dem Feuerwehrauto oder der Szene vom Soester Wippen mit dem täuschend echt wirkenden Scharfrichter Burkhard Schnettler.

„Seit drei Jahren sind wir jetzt in Soest zugange“, sagt Benjamin Braune. Er und sein Partner kommen gern nach Soest, weil hier offensichtlich die Ideen nicht ausgehen.

Links waren Könner am Werk, rechts eher Schmierfinken.

Die von den Stadtwerken grob vorgegebenen Motive setzen die Streetart-Künstler in Skizzen um und legen sie den Auftraggebern vor, bevor sie zur Farbflasche greifen: „Meistens treffen wir den Nerv!“ Besonders schön auch am Abend und in der Nacht ist die Station am Lübecker Ring Ecke Hiddingser Weg geraten. Hier haben die Stadtwerke gleich noch ein paar Spots ins Erdreich drumherum gelegt, so dass die vielfarbige Trafostation schon von Weitem den Passanten ins Auge springt.

Das Beispiel könnte ruhig Schule machen: An Strom dürfte ja an einer Trafostation dranzukommen sein, und die Graffiti sind es allemal wert, auch nachts ins Auge zu springen.

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