Ambitioniertes Ziel

Klinik-Fusion: Soester Stadtrat soll im Mai Weg für Verhandlungen frei machen  

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Nein, diese Bagger arbeiten noch nicht für das neue gemeinsame Krankenhaus im Soester Westen. Vielmehr wird gerade am Klinikum ein weiterer Parkplatz auf der Nordseite angelegt für die Parkplätze auf der Südseite, die für den Bau der neuen Kita am Lülingsohr gerade weggefallen sind.

Soest - Im Mai will der Stadtrat die letzten Hürden für die Fusionsgespräche der beiden Soester Krankenhäuser aus dem Weg räumen: zunächst am 2. Mai im Hauptausschuss, danach am 8. Mai im Stadtrat. „Das ambitionierte Ziel“, wie es Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer formuliert: Silvester soll die Fusion unter Dach und Fach sein.

Dazu müssen vier große Blöcke geklärt sein: das bauliche Konzept, das medizinische Konzept, die Finanzen und der Gesellschaftsvertrag. Marienkrankenhaus und Klinikum würden dann in einer neuen gemeinnützigen Gesellschaft verschmolzen, die wiederum zöge unter das Dach des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg, zu dem heute bereits das Marienkrankenhaus gehört. 

Einigkeit in den seit vergangenem Herbst laufenden Sondierungsgesprächen herrscht nicht nur hinsichtlich dieser Trägerkonstruktion. Einig sind sich beide Seiten auch, nur noch ein gemeinsames Krankenhaus am Standort des Klinikums im Soester Westen mit 500 oder noch mehr Betten zu betreiben. 

Anfang April hatte der Aufsichtsrat des Klinikums dem einstimmig zugestimmt. 

Fest steht, wer bei den Gesprächen dabei sein wird

Fest steht inzwischen, wer bei den Fusionsgesprächen dabei sein wird: Fürs Klinikum Geschäftsführer Oliver Lehnert, Bürgermeister Ruthemeyer, Kämmerei-Leiterin Regina Wennemers sowie die Ratsmitglieder Ingo Dietscheidt, Roland Maibaum, Anne Richter, Walter Raubaum und Andreas Kappelhoff. Die städtische Kommission zieht zudem den Münsteraner Anwalt Dr. Thomas Endemann hinzu, der Erfahrungen mit solchen Fusionen hat. 

Fürs Marienkrankenhaus verhandeln Verwaltungsratschef Guido Ponto, Geschäftsführer Christian Larisch, die beiden kaufmännischen Direktoren Ingo Fölsing und Thorsten Roy sowie Wilhelm Sölter (Patrokli-Stiftung) und Bernd Koch (Cura, die zum Erzbistum gehörende Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft).

 Parallel zu den Fusionsverhandlungen muss der Antrag beim Land auf Fördergelder gestellt werden. Auf 100 Millionen Euro wird das Investment in das neue gemeinsame Krankenhaus beziffert.

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