Mit Laternen und Brezeln

Kitas feiern Martinsfest ohne Eltern

Die Kinder sind in diesem Jahr beim Martinszug unter sich. Eltern werden in kaum einer Kita eingeladen.
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Die Kinder sind in diesem Jahr beim Martinszug unter sich. Eltern werden in kaum einer Kita eingeladen.

„Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir...“ Und das war’s auch schon. Mehr Menschen als die Erzieherinnen und die Kinder, die das Lied singen, dürfen bei den Martinsumzügen in den meisten Soester Kitas nicht mit. Die Eltern sind gar nicht erst eingeladen.

Soest - „Wir stehen in dem Dilemma, alles richtig machen zu wollen und den Kindern trotzdem etwas Besonderes zu bieten“, beschreibt Barbara Neumann, Geschäftsführerin des Evangelischen Kindergartenvereins, die Situation in diesem Corona-Jahr.

Das gilt für alle Einrichtungen. Auf keinen Fall will man sich vorwerfen lassen müssen, dass sich irgendwer wegen Missachtung der Corona-Regeln beim Martinsumzug mit dem Virus angesteckt hat.

Während manche Kindergärten noch überlegen, wie sie am besten alles „unter einen Hut“ kriegen, sind Eltern in den meistens der mehr als 30 Soester Kitas schon jetzt ausgeschlossen.

Außer im Familienzentrum „Am Wiesengraben“, mit 54 Kindern die kleinste der drei Einrichtungen des Evangelischen Kindergartenvereins. Dort dürfen die Kleinen entweder Mama oder Papa mitbringen. Und statt des Martinspferds, das in früheren Jahren gelegentlich zur Stelle war, gibt’s diesmal eine Musikkapelle.

In den Kitas Tabrock mit 72 Kindern und Lütgen Grandweg mit 65 Jungen und Mädchen wird in den jeweiligen Gruppen gefeiert – natürlich mit Brezeln, Licht und Liedern. Im Sternmarsch ziehen die Erzieherinnen mit den Kleinen dann „ums Eck“, um anschließend wieder in der Kita zu landen.

Im Patrokli- und im Heilig-Kreuz-Kindergarten dagegen, beides Einrichtungen der Katholischen Kindertageseinrichtungs-Gesellschaft Hellweg, wird in Minimal-Version gefeiert. Die Kinder bleiben „zuhause“ auf ihrem Gelände. Natürlich gebe es Laternen und Brezeln, aber die Eltern blieben draußen, sagt Swetlana Pretzer, Mitarbeiterin im Heilig-Kreuz-Kindergarten. Die Patrokli-Kinder gehen in diesem Jahr noch nicht einmal zum Martinsspiel in den Dom, erläutert Kita-Leiterin Ursula Frische-Kirchhoff.

Auf ein richtig tolles Fest dagegen können sich die 55 Kleinen aus der Kindertagesstätte Mullewapp freuen. Die Eltern fehlen zwar, aber sonst fast nicht. Es gibt selbst gebackene Brezeln, ein Lagerfeuer, an dem Stockbrot gebacken wird, das traditionelle Ponyreiten und natürlich Laternen und Lichter. Das Ganze, hofft „Mullewapp“-Leiterin Elena Stumpf, sollte möglichst bei trockenem Wetter draußen stattfinden.

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