Mit der Kita-Karte schnell und unkompliziert in die Kita

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Große Nachfrage: Kinder spielen in der Kita am Wiesengraben.

SOEST - Die Stadt Soest hat durchweg gute Erfahrungen mit der Kita-Karte gemacht. Die ist in diesem Jahr erstmals an junge Eltern verschickt worden, um das Anmeldeverfahren für die Kindergärten effizienter zu gestalten und rechtzeitig den Bedarf an Betreuungsplätzen zu erkennen.

Die mit der Kita-Karte verfolgten Ziele seien erreicht worden, heißt es in einem Bericht der Verwaltung an den Jugendausschuss. Das Anmeldeverfahren sei „für Eltern transparenter und nachvollziehbarer geworden“. Mussten Mütter und Väter zuvor einzelne Kitas abklappern und dort ihr Kind anmelden, bekommen sie seit diesem Jahr von der Stadt die Kita-Karte zugeschickt und notieren dort einfach ihre Wünsche. Das Jugendamt vermittelt einen Platz; und sollten selbst alle gewünschten Kitas ausgebucht sein, sucht die Behörde anderweitig nach Betreuungsmöglichkeiten.

Den Eltern, so heißt es im Bericht, biete das neue Verfahren „Überschaubarkeit und Verbindlichkeit“, den Kindergärten Entlastung, weil sie nun ein paar bürokratische Arbeiten abgenommen bekommen und obendrein keine Wartelisten mehr führen müssen.

Fünf Stunden am Tag reichen kaum noch

410 Kita-Karten landeten im Rathaus. Deutlich wird der Wunsch nach umfassender Betreuung in den Tagesstätten: Nur sechs Prozent wollten sich mit 25 Stunden Betreuung für ihr Kind zufrieden geben. Die Masse (58 Prozent) beantragte 35 Stunden. Den restlichen 36 Prozent reichten selbst diese sieben Stunden am Tag nicht, sie baten um das Vollprogramm mit 45 Wochenstunden.

Etwas unscharf freilich bleibt das Elternverhalten bei ganz jungen Kindern (unter drei Jahren). Denn für diese Mädchen und Jungen verschickt das Jugendamt nicht automatisch die Kita-Karten, sondern sendet sie Eltern nur auf Anfrage zu. Nachfrage nach Betreuung ist aber auch hier deutlich vorhanden – vor allem in der Gruppe der Zwei- bis Dreijährigen: 190 Wünsche sind registriert worden.

Aber auch bei den noch Jüngeren sind Kita-Plätze gebucht worden: 51 in der Gruppe der Ein- bis Zweijährigen und immerhin noch 11 für die Pampers-Klasse der Unter-Ein-Jährigen.

„Nachfrage wird weiter steigen“

Gerade für die ganz Kleinen sei der Bedarf an Betreuung für das Jugendamt schwer einzuschätzen, schreiben die Verfasser des Berichts: „Eltern entscheiden sich in diesem Alter häufig erst sehr kurzfristig und je nach Entwicklungsstand des Kindes für oder gegen einen Betreuungsplatz.“

Die Nachfrage nach Kita- oder Tageseltern-Plätzen für ganz junge Mädchen und Jungen wird weiter steigen, rechnen die Verantwortlichen des Jugendamts: „Es ist davon auszugehen, dass Eltern immer frühzeitiger ihr Kind in einer Tageseinrichtung anmelden werden.“ - hs

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