Schulöffnung am 22. Februar:

Grundschule im Wechselmodell: Sie sieht es ab Montag im Kreis Soest aus

Kirsten Hoffmann, Leiterin der Astrid Lindgren Schule freut sich auf die Kinder, die bald wieder Leben in die Grundschule bringen.
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Kirsten Hoffmann, Leiterin der Astrid Lindgren Schule freut sich auf die Kinder, die bald wieder Leben in die Grundschule bringen.

Vom kommenden Montag an darf in den Grundschulen wieder Präsenzunterricht erteilt werden – und zwar als Wechselunterricht, damit nicht zu viele Kinder gleichzeitig in den Klassen sitzen. So will es das Schulministerium NRW.

Soest - Wie bereiten sich die Grundschulen im Ort auf die stufenweise Wiederöffnung vor? „Es gibt viel zu organisieren, ich sitze gerade vor dem Computer und erstelle Exceldateien“, sagt etwa Astrid Hartmann, Leiterin der Patroklischule. Die Soester Grundschulen haben sich untereinander abgestimmt und die Frage, wie der Wechselunterricht erteilt wird, mit dem Schulträger sowie dem Schulamt des Kreises abgesprochen.

Die Klassen werden geteilt, die Kinder besuchen die Schule im täglichen Wechsel. „Einen Tag werden sie von den Klassenlehrern in der Schule unterrichtet, den folgenden Tag bleiben sie zu Hause und erledigen dort ihre Aufgaben“, erklärt Astrid Hartmann. Die Schule endet mittags, die Betreuung und die OGS laufen noch im Notbetrieb. Zwei Monate seien die Kinder nun nicht in der Schule gewesen – da sei die Freude bei allen natürlich groß, dass es jetzt wieder losgeht. Die Lehrer seien vom Schulträger mit FFP2-Masken ausgestattet worden – die Kinder dürfen Alltagsmasken tragen, die sie am Platz abnehmen dürfen. Während sich fast alle Grundschulen im Kreis auf täglich wechselnden Unterricht geeinigt haben, besuchen die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule ihre Schule im wöchentlichen Wechsel.

„Das haben wir in Absprache mit der Schulaufsicht so geregelt, denn die Zahl der Kinder, die bei uns in der täglichen Notbetreuung ist, ist sehr hoch“, sagt Schulleiterin Kirsten Hoffmann. Von 180 Schülern kämen täglich 73 in die Schule. Ein wöchentlicher Wechsel sei besser zu organisieren als ein täglicher.

Auch Kirsten Hoffmann und ihr Team sind froh, dass wieder Präsenzunterricht erteilt wird. Für einige Familien sei es fast unmöglich, den Lehrstoff zu Hause zu vermitteln. Manche Familie lebt mit vier Kindern auf 60 Quadratmetern, die Kinder hätten keinen vernünftigen Arbeitsplatz, säßen am Küchentisch. „Die Eltern sind sehr an der Bildung für ihre Kinder interessiert, so erzählen sie mir, doch der Distanzunterricht erschwert dies sehr.“ Für einige Kinder sei die Notbetreuung in der Schule sehr wichtig. Hoffmann nennt es „betreutes Distanzlernen“, denn die Betreuer unterstützen die Kinder auch beim Lernen.

Die Welveraner Bernhard-Honkamp-Schule hat die Klassen halbiert und sie in A- und B-Gruppen geteilt. Die Kinder besuchen die Schule im täglichen Wechsel. Schulleiterin Cornelia Plaßmann ist erleichtert, dass wieder Unterricht in der Schule erteilt werden kann. Jetzt stünde die Förderung der Kinder im Vordergrund, die zu Hause im Distanzunterricht nicht so gut lernen konnten.

An den drei Standorten des Grundschulverbunds Möhnesee werden die Lehrkräfte zunächst schauen, wo die Kinder mit ihrem Lernstoff stehen. „Wie viel haben sie tatsächlich versäumt?“, diese Frage stellt Schulleiter Krischan Föckeler. Die Zeit des Distanzunterrichts war für alle – Kinder, Lehrer, Eltern – sehr belastend.

Die Kinder aus Möhnesee gehen entweder Montag und Mittwoch, oder Dienstag und Donnerstag in die Schule. Der Freitag wird 14-tägig aufgeteilt. Die Kinder der Klassen 1 und 2 erhalten vier Schulstunden, die der Klassen 3 und 4 jeweils 5. Unterrichtet werden – so will es das Ministerium an allen Grundschulen – schwerpunktmäßig die Hauptfächer Deutsch, Mathe und Sachunterricht. Die Grundschule hat die Klassen nach folgenden Kriterien geteilt: Geschwisterkinder gehen am selben Tag in die Schule, Betreuungskinder werden gleichmäßig verteilt, Freunde sollen zusammen bleiben.

„Die Phasen des Distanzunterrichts sollen möglichst kurz sein“, sagt auch Danielle Thomas, Leiterin der Herzfelder St,-Ida-Grundschule. Die geteilten Klassen, die im täglichen Wechsel kommen, erhalten für zu Hause einen Wochenplan.

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