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Soester Kinderarzt und Sänger: Paul Dziuba feiert 90. Geburtstag

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Von: Marcel Voß

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Paul Dziuba ist 90 Jahre alt geworden.
Paul Dziuba ist 90 Jahre alt geworden. © Karin Hillebrand

Die Bezeichnung „Geburtstagskind“ findet er unpassend. „Es müsste mal jemand das Wort Geburtstagsgreis erfinden“, sagt Dr. Paul Dziuba. Der Soester ist jetzt 90 Jahre alt geworden. 

Soest - Den Ehrentag feierte er am 11. Oktober im engsten Familienkreis bei seiner Tochter, dem Schwiegersohn und der Enkelin in Bayern – natürlich auch mit seiner 84-jährigen Ehefrau Gabriele, mit der er seit stolzen 61 Jahren verheiratet ist. Beide haben bis zu ihrem Ruhestand als Kinderärzte gearbeitet.

Paul Dziuba ist in Laband, einem Stadtteil von Gleiwitz, geboren. Er wuchs in Beuthen in Oberschlesien auf. Nachdem er sein Abitur nachgeholt und das Medizinstudium abgeschlossen hatte, widmete er sich der wissenschaftlichen Laufbahn an der Universitätskinderklinik in Oberschlesien, zuletzt als Oberarzt und übernahm 1977 eine Stelle als Chefarzt in einer Kinderklinik im Allgäu.

Viel Spaß am Gesangsunterricht

Später wechselte er zum Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Kreisgesundheitsamtes in Soest, den er von 1984 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1997 leitete. „Wir sind damals in die Börde gezogen, weil es uns in Bayern einfach nicht mehr gefallen hat“, erzählt Dziuba, „wir haben es nie bedauert, hierhergekommen zu sein.“

Sehr interessiert ist der 90-Jährige an der Musik, besonders am Gesang. So war er mehr als drei Jahrzehnte lang Mitglied des Chores des städtischen Musikvereins und auch dessen zweiter Vorsitzender. Auch heute bereitet ihm der Gesangsunterricht bei Michael Busch im Singkulturhaus Almaviva viel Freude. Das Singen ist für den Rentner nicht nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Paul Dziuba außerdem gern mit Literatur – vom guten Krimi bis zu aktuellen Schriftstellern. Derzeit liegen die Werke der polnischen Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk auf seinem Nachttisch. Obwohl er sich insgesamt noch ziemlich fit fühlt, fehlen oftmals die Kräfte für mehr Arbeit in seinem großen und bunten Garten am Grimmelshausenweg.

Freude auf die Kirmes

Das Ziel ist jetzt natürlich die 100, Dziubas Wunsch für die kommenden Jahre: „Dass alles so bleibt, wie es ist.“ Gemeinsam mit seiner Frau freut er sich auf die Allerheiligenkirmes – vor allem auf eine Fahrt im Riesenrad, ein Bullenauge und Kartoffelpuffer.

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