Neubau für Stadtwerke und VHS verzögert sich

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Nördlich des Bahnhofes soll das neue Betriebsgelände der Stadtwerke entstehen. Dort soll auch die VHS untergebracht werden. Wann, das ist allerdings derzeit völlig offen.

Soest – Es wären die sprichwörtlichen zwei Fliegen gewesen, die mit einer Klappe erledigt werden könnten. Aber daraus wird zumindest vorerst nichts, weil es am dafür benötigten Geld fehlt. 

Die beiden Fliegen, das sind die Soester Stadtwerke und die Volkshochschule, die Klappe der Bau eines neuen Gebäudekomplexes, in dem die beiden unter ein gemeinsames neues Dach auf einem Areal nördlich des Bahnhofes schlüpfen sollen. Die Pläne dafür sind bereits seit einiger Zeit in der Entwicklung – deren zeitliche Umsetzung muss jetzt allerdings ein paar Jahre nach hinten geschoben werden. 

Ein zentraler Baustein der Finanzierung des ambitionierten Projektes ist nämlich die Förderung des Landes im Zuge der Digitalen Modellkommune. Der entsprechende Antrag war gestellt worden, weil in dem neuen Gebäude auch ein „Digitales Lern- und Arbeitszentrum“ (kurz DILAS) eingerichtet werden soll – inklusive einer „Lernfabrik“, Räumen für Co-Working, einem Digitallabor und vielem mehr. 

Allerdings spielt das Land nicht mit – offensichtlich hat das Konzept die mit der Vergabe der Fördergelder befassten Experten im Wirtschaftsministerium nicht überzeugt. „Das ist natürlich sehr bedauerlich“, räumte Beigeordneter Peter Wapelhorst auf Anfrage ein. „Schließlich sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass der Standort für die Volkshochschule absolut perfekt ist.“ 

Deshalb werde man die Pläne jetzt auch nicht begraben, sondern man sei bereits auf der Suche nach anderen Optionen, sprich Fördertöpfen. Dabei ist die Regionale 2025 ins Blickfeld gerückt. Wapelhorst betont aber, dass das nicht automatisch heißen würde, dass der Neubau und anschließende Umzug von Stadtwerken und VHS dadurch erst 2025 realisierbar seien. Das könne durchaus vorher über die Bühne gehen.

Andre Dreißen, Chef der Stadtwerke, macht keinen Hehl daraus, dass er lieber heute als morgen mit der Realisierung eines neuen Betriebsgeländes beginnen würde – das aktuelle am Aldegreverwall platzt schon länger aus allen Nähten, erweitert werden kann es dort nicht mehr. Aber: „Das Konzept gemeinsam mit der VHS ist gut. Das sollten wir auch weiter verfolgen. Deshalb ist es auch kein Drama, wenn es etwas länger dauert.“ 

Ganz so entspannt sieht man das bei der VHS möglicherweise nicht. Das derzeitige Gebäude ist weder barrierefrei, noch bietet es die Räumlichkeiten, die eigentlich benötigt werden.

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