"Kein dringender Tatverdacht mehr"

Angeklagter im Messerstecher-Prozess aus U-Haft entlassen

Unabhängigkeit der Justiz - Justitia
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Mehr als sechs Monate saß der Angeklagte in U-Haft. Jetzt ist er, zumindest vorläufig, wieder auf freiem Fuß.

Soest – Mehr als sechs Monate saß der 31-jährige Angeklagte, der sich vor der Großen Strafkammer des Arnsberger Landgerichts wegen des Messerangriffs auf einen jungen Soester am 23. Mai vergangenen Jahres hinter dem Penny-Markt im Soester Süden verantworten muss, in Untersuchungshaft – jetzt wurde der Haftbefehl gegen den Mann auf Antrag der Verteidigung aufgehoben.

 Eine Sprecherin des Landgerichtes bestätigte, dass die Kammer dem Antrag stattgegeben habe und der Mann inzwischen wieder auf freiem Fuß sei. Er wird aber am 6. Mai wieder beim nächsten Verhandlungstag erscheinen müssen. Begründet wurde die Aufhebung des Haftbefehls damit, dass die bisherige Beweisaufnahme offensichtlich Zweifel an dem „dringenden Tatverdacht“ habe aufkommen lassen. 

Tatsächlich konnte keiner der geladenen Zeugen, auch nicht das Opfer, den Angeklagten zweifelsfrei identifizieren. Nur dessen Ex-Freundin hatte den Mann der Tat bezichtigt.

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