"Kulturpforte" sucht Helfer

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Dabeizusein und mitzumachen (wie hier beim Konzert von "Donny and the Diamonds") -   das will der Verein Kulturpforte auch Bedürftigen ermöglichen.

Soest - 8000 Eintrittskarten in sechs Jahren – das ist ist eine stramme Leistung. So viele Tickets hat der Verein „Kulturpforte“ seit seiner Gründung im Jahr 2014 an Bedürftige verteilt. Jetzt sucht der Verein ehrenamtliche Helfer, um seine Aufgaben zu bewältigen.

Angetreten waren die Gruppe mit mittlerweile 15 Mitgliedern, um Menschen am kulturellen Leben teilhaben zu lassen, die sich aus Kostengründen eigentlich kein Konzert, keine Theateraufführung und keinen Kinobesuch leisten können. Mit Eintrittskarten, die ihnen von Veranstaltern und Organisatoren kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, will die „Kulturpforte“ Wünsche wahr werden lassen.

 Diese selbst gestellte Aufgabe ist schwieriger zu bewältigen als gedacht. „Der Verwaltungsaufwand wächst“, bringt Dr. Günter Steller von der „Kulturpforte“ das Problem auf den Punkt. Darum sucht der Verein jetzt ehrenamtliche Mitarbeiter. Diese sollen Gäste werben, die Telefonie unterstützen und die Veranstaltungstickets vergeben. Zurzeit sind damit vier Frauen ehrenamtlich beschäftigt, die Unterstützung gebrauchen könnten. 

250 Gäste hat die Kulturpforte derzeit in ihrer Kartei. Gäste heißen jene Menschen, die als Geringverdiener monatlich weniger als 980 Euro netto zur Verfügung haben. Sie haben sich beim Verein registrieren lassen, ihre Bedürftigkeit nachgewiesen und bekommen jetzt regelmäßig Karten in ihrem Interessenbereich angeboten. 

Nicht selten aber werden Angebote abgelehnt. „Manchmal haben die Gäste keine Zeit, gerade Ältere gehen abends nicht mehr gerne raus... – Ähnliches hören wir auch von anderen Kulturpforten in Deutschland, mit denen wir verbunden sind“, sagt Steller. 

Doch sei die Soester Kulturpforte jetzt sehr aktiv. Für jedes Genre, für jede Sparte gibt es Interessenten – egal, ob Klassikkonzert oder Show. Am schnellsten weg sind immer die Kinokarten, von denen die beiden Soester Kino jede Woche 12 zur Verfügung stellen. 

Dankbar ist die „Kulturpforte“ ihren Kooperationspartnern wie Stadthalle, Kulturhaus „Alter Schlachthof“, Musikschule und allen anderen, die ihnen Karten überlassen. Manchmal sogar von Veranstaltungen, die bereits ausverkauft sind. Die Tickets für den Verein wurden dann bereits vorher zur Seite gelegt. 

Die registrierten Gäste müssen sich einmal im Jahr bestätigen lassen – zum Beispiel vom Jobcenter –, dass sie weiterhin bedürftig sind.  Die „Kulturpforte" sucht  stets neue Gäste. Darum stellen die Ehrenamtlichen den Verein und sein Anliegen öffentlich vor, zum Beispiel den Besuchern des Jobcenter oder anderer einschlägiger Einrichtungen. 

Die ehrenamtliche Arbeit könne man sich selbstverständlich einteilen. wirbt Steller. Es sei kein Stundenkontingent vorgeschrieben. Unterstützt werden kann die „Kulturpforte“ auch mit Spenden.

Informationen gibt es im Internet unter www.kulturpfo

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