Rollcontainer werden nicht mehr abgeholt

Kantinenleiter vs. Veolia: Darum werden die Gelben Säcke kontrolliert

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Weil in Gelben Säcken zu oft Hausmüll entsorgt wird, holt Veolia keine Sammelbehälter mehr ab.

Soest – Bis Oktober war alles gut, seitdem aber stinkt es dem Leiter einer Kantine in der City, der namentlich ungenannt bleiben möchte – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Grund dafür ist eine Änderung bei der Abfuhr der gelben Säcke und die Art und Weise, wie diese Änderung kommuniziert worden sein soll. 

Was er gut fand, beschreibt der Mann so: Verpackungen und ähnliche Abfälle aus der Küche wurden in gelben Säcken gesammelt, die wiederum in zwei größeren verschließbaren Containern verstaut. Zwei Wochen lang kamen so um die 40 Säcke zusammen, die dann an die nahe Straße gerollt und vom Dienstleister Veolia im Rahmen der Entsorgungstouren abgeholt wurden. Dazu wurden die Container von einem Greifer am Fahrzeug gepackt und der Inhalt ins Innere gekippt – vollautomatisch und ohne unappetitliche Geruchsentwicklung. 

Plötzlich aber, so erinnert sich der Kantinenleiter, blieben die beiden Rollcontainer stehen – ohne jede Erklärung oder Begründung des Unternehmens. Erst auf mehrfache Beschwerden sei dann doch von Zeit zu Zeit ein Entsorgungsfahrzeug vorbeigeschickt worden – bis auch damit Schluss war. Seitdem werden die Säcke gesammelt, per Hand zur Straße getragen und dort von Veolia-Mitarbeitern in die Entsorgungsfahrzeuge verladen. Falls sie nicht vorher aufgerissen oder von Windstößen in der Gegend verteilt werden – „eine richtige Sauerei“ sei das häufig, findet der Mann. 

Und warum das alles? Weil die Mitarbeiter auf den Fahrzeugen die Möglichkeit haben müssten, die Säcke zu kontrollieren, ob sie korrekt befüllt worden sind, habe Veolia ihm erklärt. „Stimmt“, bestätigt Otger Eickhoff, Betriebsleiter der Soester Veolia-Niederlassung. Diese Kontrollen seien nötig geworden, weil allzu viele Bürger Restmüll in die Gelben Säcke füllen würden, der da nicht hineingehört. „Diese Stichproben können wir nur nehmen, wenn die Säcke einzeln beladen werden“, bedauert Eickhoff, dass einigen Kunden Unannehmlichkeiten durch das Fehlverhalten von anderen entstehen. Zu ändern sei das aber nicht. 

Nicht einverstanden ist er aber mit der Kritik an der Kommunikation: Im Vorfeld der Umstellung seien mehrfach Info-Flyer verteilt worden, versichert er.

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