Hape-Kerkeling-Film

"Der Junge" lockt Tausende von Besuchern ins Kino

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Juliuas Weckauf als junger Hape Kerkeling zieht die Menschen in Scharen in die Soester Kinos.

Soest – Der Film „Der Junge muss an die frische Lust“ wird ein Erfolg, wusste das Kino-Team im „Alten Schlachthof“, als es den Streifen ins Programm aufnahm, obwohl er  seit drei Wochen im Universum Kino lief. Aber dass sich vor dem Kino Schlangen bilden, hatte Kino-Chef Richard Nüsken  nicht geahnt. 

Kaum hatte der „Schlachthof“ empfohlen, Karten zu reservieren, da waren an einem einzigen Tag auch schon 250 Tickets vorbestellt. „Die Leute rennen Nüsken und seinen Mitarbieten buchstäblich „die Bude ein“.

 Und nicht nur im „Schlachthof“-Kino ist das so: Das Universum Kino, in dem der Film seit dem Bundesstart am 25. Dezember 2018 läuft, zeigte ihn zunächst dreimal täglich und jetzt, nach vier Wochen, nur noch zweimal am Tag: Und jedes Mal ist das Haus voll. 

„Voll, aber nicht ganz ausverkauft“, sagt Disponent Marcus Königsdorfer. „Wir zeigen den Film im Saal mit 240 Plätzen. Der ist nie komplett besetzt.“ Im „Schlachthof“-Kino mit seinen 89 Plätzen dagegen waren fünf von sechs Vorstellungen komplett ausverkauft. Dazu gehörte auch die Vorführung am Sonntag um 17.30 Uhr. Besucher, die nicht reserviert hatten, mussten unverrichteter Dinge abziehen. Manch einer war verärgert.

Bis Ende des Monats werde der Film auf jeden Fall im „Schlachthof“ laufen, kündigt Richard Nüsken an. Das Februar-Programm stehe schon, daran sei nichts mehr zu drehen, fügt er hinzu. Aber im März werde der Streifen auf jeden Fall wieder aufgenommen. Kurzfristig zeigt der „Schlachthof“ den Film zusätzlich am kommenden Donnerstag um 17.30 Uhr, bevor „Tian“ vom Soester Filmemacher Damian Schipporeit im Hauptprogramm läuft. 

Marcus Königsdorfer von Universum Kino rechnet hoch: „Rund 4 000 Besucher haben den Film hier in Soest schon gesehen.“ Ein Kracher von „diesem Kaliber“ habe im vergangenen Jahr gefehlt. Umso erfreulicher sei es, dass 2019 so erfolgreich beginne. „Es ist eine Altersfrage, der Film zieht auch Leute über 35 an, die sonst nicht ins Kino gehen.“ Den erfahrenen Kinomann wundert es nicht, dass die Tragikomödie, die in den frühen 1970er-Jahren spielt, so gut ankommt. In seinen Augen hat „Der Junge muss an die frische Luft“ genau die richtig Mischung: Er ist ernst und melancholisch, ist was fürs Gemüt und fürs Herz und gleichzeitig sehr lustig.

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