Junge Soester sollen der Stadt die Meinung sagen

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Was kritisieren Jugendliche? Welche Ideen haben sie zum Klimaschutz? Brigitte Mehrfert (Arbeitsgruppe Jugendarbeit) und Klimaschutzbeauftragter Uwe Dwornik werben für das Soester Jugendforum.

Was ist Sache? Das möchte die Stadt von jungen Soestern im Alter von 14 bis 21 Jahren wissen. Sie sind eingeladen, beim Jugendforum zum Thema Klimaschutz ihre Meinung zu sagen und die Verantwortlichen zum Handeln aufzufordern. 

Das Motto lautet „Mitdenken. Mitgestalten. Mitmachen“. „Wir sind derzeit auf der Schultour“, berichtet Brigitte Mehrfert, die im Rathaus für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist. Genau eine Woche nach dem großen globalen Klimastreik, an dem sich in Soest 2300 Fridays-for-Future-Bewegte mit klaren Bekenntnissen beteiligten, geht es im Conrad-von-Soest-Gymnasium darum, was in Soest nach Meinung der Jugendlichen, konkret angefasst werden soll, um das Weltklima zu verbessern und die Erderwärmung zu bremsen. Wie gelingt es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern, und zwar schneller als bisher? Was können Soester tun gegen die Bedrohung durch steigende Meeresspiegel, mehr Dürren und Extremwetter? Was wäre nötig, um die Ziele des Paris-Abkommens zu erreichen? 

Die fünf Stichpunkte sind: Wohnen, Schule/ Arbeiten, Mobilität, Freizeit und Konsum. 

Der Besuch in dem Schulen dient der Vorbereitung der Workshop am kommenden Freitag. „Wir möchten von möglichst vielen Teens und Jugendlichen hören, welche Themen sie interessant finden, welche Ideen sie haben und was sie diskutieren möchten“, sagt Brigitte Mehrfert. Die Gespräche mit den Schülern zeigten, wie gut sie informiert und wie engagiert sie sind, dass sie sich ernsthaft Gedanken machen und gute Vorschläge haben, fasst sie ihre Eindrücke zusammen. Die Stimme der Jugendlichen soll nicht ignoriert werden. Denn jung zu sein, hat nichts mangelnder Kompetenz zu tun. Jugendliche haben was zu sagen, deshalb gibt es das Forum. Die Teilnehmer arbeiten in Zukunftswerkstätten. Die Ergebnisse fließen unter anderem in die Fachausschüsse ein, so der Soester Klimaschutzbeauftragte Uwe Dwornik.

Termin Jugendforum, 27. September, 16 bis 21.30 Uhr, Conrad-von-Soest-Gymnasium. 

Kommentar

Stell dir vor, es ist Jugendforum – und die Soester Schüler gehen auch tatsächlich hin. Im vorigen Jahr nämlich gab’s angesichts vieler leerer Stühle lange Gesichter bei den Organisatoren. Die Stadt lädt an einem Freitag ein, wenn sich viele schon auf ein freies Wochenende freuen. Junge Soester sind dann aufgerufen, bis abends noch eine Sonderschicht einzulegen, in den Zukunfts-Werkstätten zu arbeiten und den Erwachsenen durch ihren Einsatz zu zeigen, was sie von ihnen lernen sollen. In großer Zahl beteiligten sich bisher auch die Soester Schüler am Schulstreik. Jetzt wartet ein weiterer Termin auf sie, und zwar nach dem Unterricht. Klimaschutz als gesellschaftliche Aufgabe ist nun einmal nachhaltig anstrengend.

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