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Warten auf das Turm-Gutachten

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Von: Petra Krause

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Der Turm der Johanneskirche muss wahrscheinlich abgerissen werden. © Peter Dahm

Soest - Die Bausubstanz des Turms der Johanneskirche ist derart marode, dass ein Abriss sehr wahrscheinlich ist. Noch ist aber ein Gutachten in Arbeit, das diese Frage klären soll, endgültige Ergebnisse stünden noch aus, so Hans-Albert Limbrock, Sprecher des Evangelischen Kirchenkreises Soest.

In rund zwei Wochen etwa soll eine Antwort vorliegen. „Wir warten auf letzte Berechnungen“, so Limbrock, anhand derer entschieden wird, ob der Turm wie befürchtet abgerissen werde oder eine Sanierung sinnvoll sein könne.

 Das Gutachten werde von einer externen Firma erstellt, die nun den Turm genauestens unter die Lupe nimmt, der inzwischen durch einen Bauzaun gesichert wurde. Das, so Pfarrer Stefan Weyer, bedeute auch, dass der barrierefreie Zugang zum Gemeindehaus im Moment buchstäblich nur über Umwege zu gewährleisten ist, da er am Turm vorbei führt.

 Im Spätsommer waren die Schäden festgestellt worden, erklärt Hans-Albert Limbrock. Mörtelreste lagen am Fuß des Turmes, der erst 1964 erbaut worden ist. Mithilfe einer Drohne wurde untersucht. Ganze Ziegel können per Hand vom Mauerwerk abgelöst werden.

Aber vor allem der Stahlkern des Mauerwerks stellt das eigentliche Problem dar; durch die Korrosion wird auch die Verbindung zu den Klinkern außen massiv geschädigt. Mit dem Hausarchitekten, so Limbrock, sei abgestimmt, sofort die Gemeinde zu informieren, wenn Ergebnisse vorliegen.

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