Bürgerbüro bekommt ein neues Computerprogramm

Jeder Soester sollte "Perso" oder Pass prüfen - sonst droht eine böse Überraschung

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„Bitte prüfen!“ Katharina Schröter vom Ordnungsamt rät allen Soestern, sich Pass und Perso anzusehen.

Soest – „Am besten sofort!“ Nur drei Wörter - die aber um so eindringlicher - richtet Detlef Märte, der Chef des Ordnungsamts, an die Soester. „Am besten sofort“ solle sich jeder seinen Personalausweis und/oder Reisepass ansehen.

Und wenn demnächst eine Auslandsreise ansteht, sollte er „am besten sofort“ neue Dokumente bestellen, wenn die alten demnächst ungültig werden.

Der Hintergrund für die Warnmeldung: Für zwei Wochen meldet sich das Bürgerbüro vom 25. November bis 7. Dezember ab. Es bekommt ein neues Computerprogramm, das tagelang das Rathaus in Soest von der Rechenzentrale in Iserlohn abklemmt. Mit gravierenden Folgen.

Andere Städte und Gemeinden in ganz Deutschland haben das schon hinter sich, ein paar wenige noch vor sich. „Wir haben bewusst abgewartet und wollten nicht die ersten sein“, also nicht das Versuchskaninchen, sagen Märte und die fürs Bürgerbüro zuständige Leiterin Katharina Schröter.

"In den zwei Wochen sind wir nicht arbeitsfähig"

Sodann haben sie sich für die zwei Wochen Ende November/Anfang Dezember entschieden, weil sie den Beteiligten am wenigsten wehtun: Die Kirmes ist gelaufen, wo alle Mitarbeiter in der Ordnungsabteilung ran müssen und so manche Überstunde fällig wird. Der nächste große Ansturm – die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen im Herbst 2020 – hat dann noch etwas Zeit.

„In den zwei Wochen sind wir nicht arbeitsfähig“, sagt Märte. Sein Team benötige selber reichlich Einweisung und Training, um mit dem neuen System für das gesamte Meldewesen klarzukommen: Ausweise, Pässe, Ab- und Ummeldungen in Soest.

Bad Sassendorf springt Ende November ein

In eiligen Fällen – etwa für das Ausstellen eines Express-Reisepasses, der binnen vier Tagen ausgehändigt werden kann – springt in der ersten Woche vom 25. bis 29. November noch das Rathaus in Bad Sassendorf ein. 

Das klappt aber auch nur, weil die Mitarbeiter in Soest noch am Datennetz hängen und sozusagen die Ermächtigung ausstellen können, die ihre Kollegen in Sassendorf für die Dokumentenvergabe an Soester benötigen. 

In der zweiten Woche geht nichts mehr

In der zweiten Woche (2. bis 7. Dezember) geht selbst das nicht mehr, weil das Bürgerbüro in Soest völlig ohne Datenanschluss dasteht und folglich so eine Ermächtigung nicht geben kann.

Eingeschränkt wird in der ersten Woche auch der Service sein, wenn es um Führerscheine, Soest-Pässe, GEZ-Anträge, Beglaubigungen, Untersuchungs- und Fischereischeine geht. Völlig unmöglich: Das Ausstellen von Führungszeugnissen, Auszüge aus dem Gewerbezentralregister, Meldebescheinigungen und die Ausgabe von Steuer-Identifikationsnummern.

In der zweiten Woche Anfang Dezember gibt es im Soester Bürgerbüro dann gar nichts mehr; es bleibt geschlossen.

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