Zum 25. Bestehen

Awo-Bewohnerzentrum: alt und eng, aber beliebt

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Gut besucht auch in den Ferien, wie hier beim Basteln: Das Bewohnerzentrum ist Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Erwachsene.

Soest - Seit einem Vierteljahrhundert gibt es das Awo-Bewohnerzentrum. Zeit für einen Geburtstagsgruß. Beschreibt Leiter Maik Glormann Aufgaben, Anliegen und Anspruch des Awo-Bewohnerzentrums, dann sagt er: „Es ist das Zentrum für die soziale Arbeit im Soester Süden.“ Er spricht von einem Haus für „alles, was mit Integration zu tun hat“. 

„Wer zu uns kommt“, sagt er, „findet Ansprechpartner in allen Lebenslagen.“ Schön ist die Immobilie nicht, aber robust und nützlich. Die Jahre haben Schrammen hinterlassen, überall sind Spuren starker Beanspruchung sichtbar. Das Gebäude ist eng, alt, abgenutzt und lädiert, ein ständiger Behelf. 

Doch trotz aller räumlichen Unzulänglichkeiten: Der Treffpunkt erfreut sich großer Beliebtheit – schon bei den Kindern bis hin zu den Erwachsenen, die dort ihre Anlaufstelle finden und die Atmosphäre schätzen. Die Türen stehen viele Stunden am Tag offen – quasi rund um die Uhr, wie Maik Glormann sagt. 

Friedliches Zusammenleben

In der Nachbarschaft wohnen Menschen aus aller Welt. Dass sie weitgehend friedlich zusammenleben, sei sicherlich auch Ergebnis der Arbeit am Britischen Weg, meint Glormann: „Ohne Bewohnerzentrum würde vieles schieflaufen.“

 „Die nationale Vielfalt empfinden wir als Bereicherung“, betont er. Die Jugendlichen können sich ausprobieren, ihre Grenzen testen, herausfinden, wo ihre Stärken liegen, sie freuen sich über Erfolge. Haben sie Fragen, bekommen sie Antworten, brauchen sie verlässliche Hilfe, wissen sie, an wen sie sich wenden können. 

Erlebnispädagogische Angebote

Sich den Ängsten stellen, Mut zeigen, sich trauen und auf Herausforderungen einlassen – das ist Ziel und Zweck von erlebnispädagogischen Angeboten, zu denen das Fallschirmspringen in den großen Ferien gehört. „Ob man tatsächlich springt“, so Maik Glormann, „ weiß man erst dann, wenn man oben an der Tür des Flugzeuges sitzt.“ 

Wer’s geschafft hat und glücklich auf dem Boden gelandet ist, freut sich riesig. „Das breite Grinsen in den Gesichtern – einfach super“, sagt Glormann. 

Startschuss in den 90ern

Das Bewohnerzentrum – heute fester Bestandteil als Bildungs- und Begegnungsstätte in Soest – ging in den 90er-Jahren an den Start. Der Jugendmigrationsdienst zog ein, wechselte später an seine jetzige Adresse. 2006 kam eine zweite pädagogische Fachkraft dazu. Im Juli 2015 gründete sich im Haus das Awo-Jugendwerk Soest, initiiert von jungen Leuten, die in ihrer Stadt und ihrem Viertel etwas bewegen wollen, weil sie für Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Toleranz einstehen.

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