Interkulturelle Woche in Soest: „Zusammenleben kommt voran“

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Sie stellten das vom Verein „Integration & Kultur“ vorbereitete Programm der „Interkulturelle Woche“ vor (von links): Dirk Hoffmann (Treffpunkt Süd), Thomas Nübel (Stadt Soest), Brigitte Sehmi mit Varlon, Antonina Domke, Edith Engelbach, Elena Schmidt, Joshua Sehmi, Ina Schneider, Karla Varela de Paetzold und Haydeh Rahmanzadeh -Sarghinei.

Soest - Menschen treffen sich, sie kommen ins Gespräch, erzählen über sich, über ihre Heimat, ihr Leben und lernen sich kennen: Das ist das Anliegen aller, die zur „Interkulturellen Woche“ einladen.

Diese Tage der Begegnung stehen unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“. Ziel der Aktion sei es, den Soester Bürgern eine Podium des Dialoges zu bieten, um mehr zu erfahren, sich zu informieren oder auch Fragen zu stellen, betonen die Organisatoren. Kulturelle Vielfalt sei ein dynamischer Prozess, der mit Veränderungen einhergehe und mit Herausforderungen verbunden sei, der „aber vor allem eine Chance für uns alle ist“, hebt Elena Schmidt vom Verein „Integration & Kultur“ hervor. Sie weist auf gute Beispiele in Soest hin, die deutlich machen, wie Eingliederung klappt: Etliche Neuankömmlinge wirken, wie sie erzählt, beim noch jungen Awo-Jugendwerk mit. 

„Unsere Mädels haben zum Ende des Fastenmonats Ramadan das Zuckerfest für Kinder ausgerichtet, sind dann in die Waldstraße gegangen und haben den Termin publik gemacht“, berichtet die Vorsitzende. Viele junge Gäste stellten sich am Bewohnerzentrum ein, auch Eltern kamen mit. So entstanden Kontakte, ein erster Schritt war getan, weitere folgten. Elena Schmidt erwähnt auch den beliebten Nähkurs – eine bunt gemischte Gruppe mit Frauen etwa aus Sri Lanka, Syrien, der Türkei und Kasachstan. 

Dem ausrichtenden Verein ist es wichtig, ein abwechslungsreiches und ansprechendes, aber auch anspruchsvolles Programm zusammenzustellen. „Unterstützt werden wir von mehreren Soester Kulturvereinen und Einrichtungen, um auf die Wichtigkeit einer guten Nachbarschaft in Soest hinzuwirken“, unterstreicht Elena Schmidt. Die „Interkulturelle Woche“ hat inzwischen ihren festen Platz im Kalender. Die Vorsitzende freut sich über die Resonanz und eine wachsende Zahl von Besuchern: „Das Zusammenleben kommt voran.“ 

Gespannt ist sie auf den Auftakt am kommenden Montag. Denn dann ist der Sikh Verband Deutschland zu Gast. Eine Wissensfahrt des Integrationsrates hatte zu Jahresbeginn zum Tempel in Paderborn geführt, reich an Eindrücken waren die Teilnehmer nach Soest zurückgekehrt. Im Blauen Saal ist zum Start der „Interkulturellen Woche“ mit Musikeinlagen und Filmbeitrag mehr zu erfahren über die Sikhs, die besonders für ihre prachtvollen Turbane und ihre Gastfreundschaft bekannt sind. 

Interkulturelle Woche vom 26. bis 30. September. „Integration & Kultur“ wird unterstützt vom Integrationsrat, der VHS und der Stadtbücherei. Info unter 02921/77237 (Elena Schmidt), 02921/3192757 (Brigitte Sehmi) oder 0176/81174685 (Ina Schneider).

Programm

26. September: Eröffnung der „Interkulturellen Woche“. Der Sikh-Verband stellt Geschichte und Traditionen vor und erzählt über die jüngste der fünf Weltreligionen, mit musikalischen Klängen und einem Filmbeitrag. 18 Uhr im Blauen Saal des Rathauses. 

27. September: Lesung mit Adnan Maral, „Adnan für Anfänger. Mein Deutschland heißt Almanya“. 19.30 Uhr, Stadtbücherei, Severinstraße 10. 

28. September: Filmvorführung, „7 Tage unter Muslimen“, eine Dokumentation über schiitische Muslime; anschließend Gesprächsrunde mit dem Regisseur Ralph Baudach. 18 Uhr Kino, Kulturhaus „Alter Schlachthof“. 

29. September: Spieleabend mit der „Internationalen Frauengruppe“; 17 Uhr bis 19 Uhr, Petrushaus. Der Eintritt ist frei. 

30. September: Familienfest zum „Tag des Flüchtlings“, 14 bis 18 Uhr am Kinder- und Jugendzentrum „Treffpunkt Süd“.

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