Initiativen wollen Baustopp am Soester Wall: SPD unterstützt sie dabei 

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Womöglich zu akkurat? Die neuen gradlinigen Aufgänge auf den Wall zwischen Ulricher- und Grandwegertor.

Soest – In Sachen Wallumbau gibt es einen neuen Einwohnerantrag. Mit einer Unterschriftenaktion soll ein Baustopp für die Sanierung der nächsten fünf Wallabschnitte erzielt werden. Die ersten Soester haben sich bereits in Listen eingetragen, die zum Beispiel im „Lebensgarten“ am Bahnhof ausliegen.

„Die SPD unterstützt diesen Einwohnerantrag Baustopp Wallumbau“, sagt SPD-Sprecher Benno Wollny. Im Lauf der Woche würden sich die Initiatoren zu Wort melden und ihre Gründe erläutern.

Unter ihnen ist Susanne Lüftner-Haude, die bereits in der September-Ratssitzung im Namen der von ihr geführten Kunst-Praxis, des Kreises engagierter Bürger sowie der Walllinden-Initiative massive Kritik an der Sanierung des ersten Wallabschnitts geübt hate. Neben Lüftner-Haude hat der frühere SPD-Fraktionschef Michael Pendzich den Bürgerantrag vorbereitet, so Wollny.

An zwei Samstagen war die SPD bei Ortsterminen am Wall mit Passanten ins Gespräch gekommen. Viele seien „negativ überrascht“, wie sich Wall und Gräfte am Brunowall heute darbieten. Die Bürger lehnten eine „überakkurate Führung des Wallkronenwegs“ ab, das Verlegen von Abgrenzungsblechen im Boden sei „fragwürdig“. Das Landesdenkmalamt müsse akzeptieren, die Wallmauer lieber einen Stein höher zu errichten, als hier „unsinnige Geländer“ zu montieren.

Mit dem Baustopp, so Wollny, soll Zeit zum Nachdenken („ein Moratorium“) gewonnen werden. Weil der Ausbau des nächsten Abschnitts am Dasselwall anstehe, dränge die Zeit. Was SPD und Initiativen hier besonders stört: Für einen verbreiterten Durchgang durch die Wallmauer in Richtung Grüne Hecke sollen erneut Linden auf dem Wall gefällt werden.

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