Hänsch bleibt Vorsitzender der Soester CDU

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Der Stadtverbands-Vorstand der CDU nach den Wahlen: (von links) Hans-Ulrich Koch, Oliver Lax, Helena Brüggemann, Manuela Mewes, Stefan Rienhoff, Iris Bürger, Vorsitzender Andre Hänsch, Margret Leifert, Holger Vock, Radoslav Lesniak, Klaus Meyer-Dietrich, Matthias Ruthemeyer.

Soest - Andre Hänsch bleibt mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung Vorsitzender des CDU-Stadtverbands – und er wünscht sich ein wenig mehr Beteiligung von allen Mitgliedern: Knapp 50 von ihnen nahmen am Dienstagabend teil an der Jahreshauptversammlung in der der Halle des Vereinigten Schützenvereins zu Soest am Dietrich-Crede-Weg.

Überhaupt ist das Thema Mitgliederwerbung und „Kümmern“ auch bei der Soester CDU so wichtig geworden, dass es mit Matthias Ruthemeyer jetzt einen jungen „Mitgliederbeauftragten“ gibt, der sich mit viel Schwung um Fragen der Nachwuchswerbung und einer guten Kommunikation nach innen und außen kümmern will. Die Parteifreunde freut das. Die Bilanz der letzten Monate: 16 Neumitglieder, davon 5 Neu-Soester. Dennoch sind es aktuell mit 320 Mitgliedern zehn weniger als noch im letzten Jahr: 14 Parteifreunde traten aus, dazu gab es Umzüge und Sterbefälle.

Neue Geschäftsführerin wurde Heidrun Müller, und Holger Vock rückt zum stellvertretenden Pressesprecher auf, ansonsten bleibt es bei bewährten Gesichtern. In der Stadt sieht sich die CDU nach Hänschens Worten eindeutig als die gestaltende Kraft, durchaus zuversichtlich schaue man auf die anstehenden Wahltermine: Europawahl im nächsten Jahr, Kommunalwahlen in 2020.

Ob nicht noch vorher ein neuer Bundestag gewählt wird? Ausschließen mochte Hänsch das nicht. Angela Merkel jedenfalls gebühre Dank und Lob für ihre Arbeit an der Parteispitze, höchster Respekt für den geordneten Abschied.

Als „Volkspartei der Mitte“ sieht Andre Hänsch die CDU, diese Botschaft soll auch in Soest wieder deutlicher werden, vor allem im Wettstreit der Überzeugungen. Andre Hänsch zur Großwetterlage: Es sei für ihn bedauerlich, dass man die Stimmen für Populisten und zum Teil auch Extremisten nicht verhindern konnte.

 Hänsch wörtlich: „Der Wähler trägt Verantwortung, seine Stimme gewissenhaft einzusetzen, dem Land Stabilität und damit auch Sicherheit und Ordnung zu geben.“ Seine Analyse: Auf der einen Seite Protest durch die Wahl von Interessenparteien und Parteien mit bedenklichem Gedankengut – das sorge für Zersplitterung in den Parlamenten. Auf der anderen Seite beschweren sich die Leute, dass keine zügigen Entscheidungen mehr möglich sind.  Sein Rezept: Eine starke CDU als Volkspartei der Mitte sichere stabile Verhältnisse. 

Zur AfD positioniert sich Hänsch deutlich: Sie sei keine „Alternative für Deutschland“, sondern eine „zu Deutschland.“ Man müsse diesem „vereinfachenden Populismus“ entgegentreten, auch in Soest. Hänsch: „Und wenn dann einige Menschen zu mir sagen: ‚Ja, aber der AfD-Vertreter XY ist doch ganz sympathisch, und den kenne ich auch persönlich...‘ - so wie unseren heimischen Bundestagsabgeordneten Berengar Elsner- von Gronow, dann muss ich immer entgegnen, dass der Herr von Gronow sicherlich menschlich sehr nett herüberkommt, dass er aber der Partei angehört, die wie ein Björn Höcke schlimmste nationalistische Hetze betreibt!“ 

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