Gründungsveranstaltung stand unter keinem guten Stern:

Soester Klima-Netz hat viele Löcher

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Großer Andrang, kleiner Erfolg: Von den gut 60 Anwesenden wollten am Ende nur 20 Gründungsmitglieder im Klima-Netz Soest sein.

Soest – Gut 60 Besucher im Soester Ardeyhaus, eine gut vorbereitete Verwaltung und mit Reiner Tippkötter ein externer Berater, der schon in anderen Städten Erfolge vorweisen kann: Die Gründung des „Klima-Netz Soest“ am Montagabend stand unter einem guten Stern. Eigentlich.

„Ich sehe hier keine Verbindlichkeit. Warum sollte ich dann Mitglied werden?“ Mit dieser Frage brachte ein Teilnehmer die Veranstaltung nach gut einer Stunde ins Wanken. Zuvor hatte Ulrich Günther als Soester Klimaschutzbeauftragter die schönen Seiten gemeinsamen Handelns unter der Geschäftsführung der Verwaltung ebenso aufgezeigt wie Reiner Tippkötter. Der hob insbesondere das „offene Format“ hervor – und mahnte einen respektvollen Umgang miteinander an. „Es gibt hier nichts Kleingedrucktes. Ihre Chance ist es, heute Gründungsmitglied zu werden“, so der Experte.

Die Chance nutzten am Ende nur 20 der Anwesenden. Zuvor machten Lokalpolitiker, Vereinsvertreter und engagierte Bürger ihrem Unmut darüber Luft, dass in der Vergangenheit auch schon viel geredet worden, am Ende aber nichts Zählbares dabei herausgekommen sei. Warum also in einem gemeinsamen Netzwerk Ideen entwickeln und in die politischen Gremien bringen? Auf diese Frage hatte Matthias Abel, Technischer Beigeordneter der Stadt, eine Antwort: „In der Vergangenheit mag manches nicht nach Ihren Vorstellungen gelaufen sein. Aber im Moment ist die Politik für das Klima-Thema so empfänglich wie selten. Ihre Stimmung hier wird bis in den Ratssaal schwappen.“

Sprach‘s – und wies darauf hin, dass man pünktlich zum Ende kommen wolle. Schließlich gebe es noch einen Klimavortrag im „Alten Schlachthof“. Immerhin: Am Ende gab es konkrete Vorschläge für mehr Klimaschutz weltweit und in Soest: Die Ideen gingen vom Ausbau des Radwegenetzes über mehr Bäume in der Innenstadt bis zu einer klimaneutralen Vorgabe für Neubauten.

Großer Ratssaal

Die Sitzung des Ausschusses für „Umwelt, Natur und Klimaschutz“ am Donnerstag ab 17 Uhr findet nicht – wie angekündigt – im Rathaus II, sondern im großen Ratssaal im Rathaus I statt.

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