Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften am Bergenring vor Ort

Großeinsatz von Montag: Das sagt die Polizei zur Brandursache

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Der Heckenbrand sorgte für eine starke Rauchentwicklung.

[Update 10.21 Uhr] Soest - Nachdem am Montagmittag im Soester Norden ein abgemähtes Feld sowie eine Hecke in Brand geraten waren und die Feuerwehr Soest mit einem Großaufgebot ausrücken musste, hat sich am Dienstagmorgen die Polizei zur möglichen Ursache für das Feuer geäußert.

"Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Brandstiftung kann zurzeit nicht ausgeschlossen werden", heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Kreispolizeibehörde Soest.

Nach Angaben der Polizei waren am Montag in Soest rund 60 Meter Hecke abgebrannt. 

Die Polizei sucht potenzielle Zeugen, die gebeten werden, sich unter der Telefonnummer 02921-91000 zu melden.

Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Montagnachmittag

Um 13.05 Uhr wurde die Feuerwehr Soest am Montag zum Bergenring im Soester Norden gerufen: An einer Baumschule standen eine Hecke und ein Stoppelfeld in Flammen. 

"Als wir eintrafen, brannte die Hecke auf einer Länge von etwa 30 Metern", erklärte Einsatzleiter Björn Steinweg. Auf dem Feld loderten nur noch wenige kleine Flammen, eine beachtliche Fläche war jedoch bereits abgebrannt und glimmte nur noch. 

Die brennende Hecke erforderte jedoch einen hohen Arbeitsaufwand bei der Brandbekämpfung: Durch die ätherischen Öle in den Nadeln und den starken Wind breitete sich das Feuer zunächst schnell aus, sodass die Hecke letztlich auf einer Länge von 50 Metern brannte. 

Großeinsatz für die Feuerwehr Soest: Die Bilder

Feuerwehr im Großeinsatz - Hecke und Feld in Flammen: Starke Rauchentwicklung am Bergenring in Soest

Eine große Rauchwolke entwickelte sich. Ein weiteres Problem: Durch einen Zaun war es den Feuerwehrleuten zunächst nur möglich, den Brand von einer Seite zu bekämpfen.

Ein Zaun wurde zerlegt, sodass die Hecke von beiden Seiten gelöscht werden konnte.

Nach dem Erstangriff wurde der Zaun gewaltsam geöffnet, so konnten die Einsatzkräfte den Flammen unter Atemschutz auch von der hinteren Front den Kampf ansagen. 

Neben beiden Innenstadtzügen der Feuerwehr wurden auch die Züge 5 und 6 nachalarmiert, weil man vor allem mit Blick auf die Wasserversorgung auf der sicheren Seite sein wollte. 

Über weite Strecken mussten die Schläuche verlegt werden.

"Im Pendelverkehr wurde Wasser zur Einsatzstelle gebracht", erklärte Björn Steinweg. Parallel war eine weitere Wasserversorgung zu einem weit entfernten Hydranten errichtet worden, die letztlich aber nicht mehr gebraucht wurde. 

Der Feldbrand bereitete den Einsatzkräften weniger Arbeit als die in Vollbrand stehende Hecke.

Nach etwa 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, lediglich einzelne Brandnester mussten noch gelöscht werden. Die rund 60 Kräfte vor Ort leisteten ganze Arbeit: Ein Übergreifen der Flammen auf die direkt angrenzende Baumschule konnte verhindert werden.  

Auf dem Gelände der Firma Kuchenmeister brannte das Führerhaus eines Radladers. Eine Spraydose war im Innern explodiert.

Noch während der Nachlöscharbeiten zogen ein lauter Knall aus der Ferne und eine anschließend aufsteigende Rauchwolke die Aufmerksamkeit der Feuerwehrleute auf sich: "Wir sind dem Rauch gefolgt", erklärte Soests Wehrführer Jürgen Wirth. Auf dem Gelände der Firma Kuchenmeister war ersten Erkenntnissen zufolge eine Spraydose im Führerhaus eines Radladers explodiert. 

Mitarbeiter löschten die Flammen im "Erstangriff" mit Erde.

Wie es dazu kam, ist noch unklar. Klar ist jedoch: Der Fahrer hatte großes Glück. Bis auf ein paar versengte Haare an Kopf und Armen blieb er unverletzt. Mitarbeiter löschten die Flammen im Führerhaus mit einem Bagger und viel Erde. Die Feuerwehr rückte an und führte Nachlöscharbeiten durch. 

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