Gartenlaube brannte in voller Ausdehnung

Meterhohe Flammen in Soester Kleingartenanlage - Feuerwehr im Großeinsatz

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Meterhoch schlugen die Flammen zu Beginn des Einsatzes in den Soester Nachthimmel. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Soest - Die Feuerwehr Soest wurde am späten Dienstagabend zu einem großen Brand in der Kleingartensiedlung am Sassendorfer Weg gerufen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Ungewissheit in zwei Punkten sorgte lange für eine angespannte Lage.

Um 22.26 Uhr wurde die erste Gruppe der Feuerwehr Soest zur Kleingartenanlage am Sassendorfer Weg alarmiert. In den ersten Informationen, die den Einsatzkräften vorlagen, hieß es, dass es einen Brand an einer Laube im Bereich der Schrebergärten gebe. Ein Rettungswagen des Kreises Soest, der als erster vor Ort war, konkretisierte die dramatische Lage: Die Gartenlaube brannte in voller Ausdehnung, meterhohe Flammen schlugen in den Nachthimmel, der starke Wind brachte die Bedrohung mit sich, dass sich das Feuer auf weitere Gartenlauben ausbreiten könnte. 

Wenige Momente später, als die Feuerwehr sich vor Ort ein erstes eigenes Bild machen konnte, wurde umgehend eine Alarmstufenerhöhung veranlasst - beide Innenstadtzüge der Feuerwehr Soest rückten mit schätzungsweise 50 Einsatzkräften an.

Brand in Soester Kleingartenanlage: Gasflaschen blasen brennend ab

Unter schwerem Atemschutz bekämpften über den gesamten Einsatz verteilt bis zu acht Angriffstrupps die Flammen mit drei C-Rohren. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits zwei Gasflaschen ihren Inhalt brennend abgeblasen - für die Feuerwehr bedeutete das: höchste Vorsicht. Denn es war unklar, ob weitere Gasflaschen, die noch nicht abgeblasen hatten, eine Gefahr darstellten. Bis zum Einsatzende gegen 1.30 Uhr konnten zwar keine weiteren Gasflaschen, dafür jedoch zwei Bierfässer gefunden werden, die ebenfalls durch die enorme Hitze geborsten waren.

Brand in Soester Kleingartenanlage: Große Ungewissheit sorgt für angespannte Lage

Zudem sorgte eine Information, die die Einsatzleitung kurze Zeit nach dem Eintreffen erreichte, für eine angespannte Lage: "Es hieß, dass die Gartenlaube manchmal auch als Schlafplatz genutzt wird", erklärte Feuerwehrsprecher Kai Weets. 

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig.

Eine Person konnte nach langer Ungewissheit glücklicherweise nicht in den Brandtrümmern gefunden werden.

Brand in Soester Kleingartenanlage: Die Fotos

Großeinsatz für die Feuerwehr Soest: Meterhohe Flammen schlagen in den Nachthimmel - alle Fotos

Ein große Problem bei der Suche nach Personen und Gasflaschen: Ein Zugang ins Innere der Laube war für die Einsatzkräfte über lange Zeit nicht möglich. Ein Vorbau der Laube war schnell zusammengebrochen und stellte dadurch eine schwer überwindbare Barrikade dar.

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand die Gartenlaube bereits vollständig in Flammen.

Das schwer löschbare Feuer stellte die Feuerwehr rückblickend gesehen vor eine große Herausforderung: "Es war wirklich eine Materialschlacht", betonte Kai Weets. Die gute Nachricht: Der Brand konnte auf die zerstörte Gartenlaube beschränkt werden. Umliegende Lauben und Hütten wurden durch das Feuer nicht beschädigt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache aufgenommen.

Eine dichte Rauchwolke zog über den Soester Nordosten. Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen aufnehmen - zur Ursache können noch keine serösen Angaben gemacht werden. Sie Kripo bittet mögliche Zeugen, sich unter der Rufnummer 02921/91000 zu melden.

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