Großaufgebot der Feuerwehr bei Einsatzübung an der Alten Zuckerfabrik

Mit Löschwänden wurden die gefährlichen Dämpfe, die im Ernstfall in der Luft lägen, gebunden.
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Mit Löschwänden wurden die gefährlichen Dämpfe, die im Ernstfall in der Luft lägen, gebunden.

Soest. Eigentlich soll eine Übung die Probe des Ernstfalls bedeuten – dass der gemeinsamen Großübung aller Einheiten der Feuerwehr Soest, sowie der Züge aus Bad Sassendorf, Lippetal und Möhnesee sowie der Rettungsdienstzug aus dem Kreis Unna am selben Morgen ein vergleichbarer Ernstfall vorausging, war eher ein Kräfte zehrender Zufall.

Gegen 17 Uhr ertönten nach und nach immer mehr Sirenen – eine Geräuschkulisse, wie sie die Soester noch am selben Morgen aus den Federn gerissen hatte. Nachdem die komplette Soester Feuerwehr bereits in den frühen Morgenstunden zu einem echten Gefahrguteinsatz an einer Spedition am Alten Elfser Weg im Südosten der Stadt ausgerückt war, sah die Übung am Abend irrwitzigerweise ein ähnliches Szenario vor.

Hier sollte ein Lkw nach einem Zusammenstoß mit einem Pkw Gefahrenstoffe verloren haben. Der Lkw der Firma Kuchenmeister, auf deren Gelände die Übung stattfand, „mimte“ die Rolle nur – das Gefährlichste, was der sonst an Bord hat, sind Kalorienbomben. Während der Lkw ohne einen Kratzer davon kam, wurde ein ausgedientes Schrottauto zuvor noch so richtig übel zugerichtet, damit die Retter auch wirklich all ihre Künste an den Tag legen mussten, um die „Opfer“ zu bergen. Die wurden von Mitgliedern der DLRG gespielt. Etwas abseits des Geschehens als Zuschauer: Die Bürgermeister der vier Gemeinden (oder deren Vertreter), die sich vor Ort einen Eindruck verschaffen durften von der Einsatzkraft ihrer Feuerwehren.

Insgesamt waren rund 150 Kräfte im Einsatz, die – genau wie im Ernstfall – erst nach und nach als Verstärkung hinzugerufen wurden, so dass die Martinshörner noch bis 20 Uhr erklangen.

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