Finale macht dem "Soester Sommer" alle Ehre

+
Kelsey und Heino gestalteten das Finale des Soester Sommers.

Soest - Beim Finale machte der „Soester Sommer“ am Freitag seinem Namen alle Ehre: Es herrschte optimales Biergartenwetter bis tief in die Nacht hinein. Gastgeberin Kelsey Klamath  arbeitete sich mit Perkussionist Heino Meglin quer durch ihr  Repertoire an Oldies und Country-Songs. 

Als Kuratorin der Reihe weiß sie eben am besten, was das Publikum will - das gilt auch für fast alle andere elf Acts dieses Sommers, aber eben leider nicht für alle.

 Da waren die „Happy Gangtas“. An einem Mittwochabend sollte sie bis halb elf spielen, so sah der Vertrag es vor. „Aber sie haben zu viel erzählt zwischen den Stücken, eine lange Pause eingelegt und um Punkt 22 Uhr den Stecker gezogen und keine Zugaben mehr gegeben. 

Im Prinzip haben sie kaum gespielt, wurde berichtet. Für Klamath, die an jenem Abend nicht dabei war und erst später davon erfuhr, der reinste Affront: „Alle anderen Bands wissen zu schätzen, welche Mühe sich der ,Schlachthof’ für sie gibt, und SIND ganz begeistert von der Location. Wenn das Publikum noch einen hören will, dann schaut man nicht auf die Uhr oder hofft auf einen frühen Feierabend.“ 

Die Truppe werde man im „Soester Sommer“ oder bei der Pub Music Night nicht wiedersehen. Richtig machten es dagegen „alte“ Hasen, wie Klamaths Bruder Nigel Prickett, der mit seinen „Top Dogs“ bis in die Nacht spielte, weil die Leute nicht aufhörten zu tanzen. 

Oder Kelseys persönlicher Favorit, die Paderborner Rockband „German Scotch“, „die sind allesamt grandiose Musiker.Da stimmt einfach alles. Das ist so so, als würde man einer Band wie Fleetwood Mac zusehen.“

 Kristin Shey aus Bielefeld war nach längerer Abstinenz wieder dabei, und auch „Amy Joe Doherty kam am ersten Abend ungeheuer zu an. Sie ist ein wenig verrückt und sehr unterhaltsam.“ 

„Was in Soest aber immer geht, ist Blues“, sagte Klamath. „Bei Tim Lothar am vergangenen Mittwoch war es randvoll. Darum würde ich gerne im kommenden Jahr für einen Freitag eine gute Bluesband verpflichten. Und ein richtig gute, kraftvolle Irish-Folk-Band mit Geige.“ 

Auch ein Exot wie der niederländische Pianist Lars Zebregs habe sich bewährt: „Das Publikum mag es, mal etwas anderes zu hören als Gitarristen. Oder wenn jemand wirklich richtig gut singen kann.“ Sie spreche oft mit Zuschauern, gerade mit jenen, die sie noch nicht gesehen hat: „Es kamen sogar welche aus Dortmund Dabei ist dort doch auch jede Menge los! Selbst in Bitburg wurde ich auf die Soester-Sommer-Reihe angesprochen, weil sie so ungeheuer gut beworben wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare