Gebäude der Gründerzeit

Gästeführer bieten zwei kostenlose Rundgänge an

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Gästeführer Wilfried Bökenbrink stellt bei den beiden Rundgängen am Samstag und Sonntag (23. und 24. Februar) Häuser aus der Gründerzeit vor. Hier steht er vor der Post in der Hospitalgasse, einst als Telegrafenamt errichtet.

Soest - Gästeführer weiten den Blick und bringen die Menschen zum Staunen. Da erfahren selbst Leute, die meinen, sich in der altvertrauten Stadt gut auszukennen, bei näherer Betrachtung immer noch überraschend Neues. So soll’s auch sein, wenn Wilfried Bökenbrink jetzt 60 Beispiele für Gebäude der Gründerzeit zeigt.  

Das waren bewegte Zeiten, als Soest seine Einwohnerzahl innerhalb weniger Jahre fast verdoppelte. Repräsentative Häuser künden vom damaligen Aufschwung in der wirtschaftlich aufstrebenden Stadt. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden nun auch außerhalb der Wälle Wohngebiete, die dringend gebraucht wurden. Kleinere Fachwerkhäuser mussten weichen. In Soest finden sich viele der für die Jahrhundertwende typischen Bauten, als alte Stile in allen möglichen Spielarten neu kreiert wurden. 

Rundgänge zum Weltgästeführertag - die Termine:

Wilfried Bökenbrink vom Gästeführerverein Soest und Soester Börde hat sich in die Historie vertieft. Um die Themen-Route auszuarbeiten habe er viele Stunden im Archiv gesessen, schildert er. In Soest gebe es einige Dutzend Häuser aus der Zeitspanne zwischen 1871 und 1915, die alle unter Denkmalschutz stehen. Anlässlich des Weltgästeführertages lädt er am Samstag (23. Februar) und Sonntag (24. Februar) zu zwei Rundgängen ein – und wird doch nur einen Ausschnitt vorstellen können. Treffpunkt ist jeweils um 15 Uhr unter den Rathausbögen.

Das alte Stadtkrankenhaus im Steingraben, der Südflügel des Rathauses, das Haus in der Ueliksgasse 1 bis 3, das sich die Gebrüder Vosswinckel teilten, das Postgebäude in der Hospitalgasse, das Amtsgericht, das Haus Suppe in der Petristraße – das sind nur einige der Gebäude, die für die Vielfalt der damaligen Architektur stehen. Soest rüstete sich für die Moderne, bekam Wasserleitung und Kanalisation. „Der Schlachthof und die Deutschlandhalle wurden gebaut“, erläutert Wilfried Bökenbrink. Industrie und größere Betriebe siedelten sich an. 

Soest - die heimliche Hauptstadt Westfalens?

Der Vereinsvorsitzende begeistert sich für Soest, für ihn die heimliche Hauptstadt Westfalens. Hier ist er zuhause. Beruflich lange in der Finanzverwaltung tätig, findet er im Ruhestand die Zeit, Besuchern über Soest in Vergangenheit und Gegenwart zu erzählen. Dazu gehört eine umfassende Ausbildung, die von der Tourist-Info organisiert wird. In einem einjährigen Lehrgang bereiten sich

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