Am Anfang des Schöpfungsjahrs

+
Zur Einführung ins Freiwillige Soziale Jahr wurde im „Alten Schlachthof“ Papier geschöpft.

Soest - Bei Temperaturen um 30 Grad muss sich eigentlich niemand aufwärmen. Und trotzdem – wenngleich im übertragenen Sinn – soll das gemeinsame Papierschöpfen zum Aufwärmen und Kennenlernen der 23 Jugendlichen dienen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr angehen.

Zum Start in ihre Tätigkeit in der Denkmalpflege sind 23 junge Leute aus dem ganzen Land zunächst einmal eine Woche in der Jugendbauhütte in Soest aktiv. Für den Abiturienten Nils geht es nicht nur um Teambuilding, er kann dem Papierschöpfen unter freiem Himmel am „Alten Schlachthof“ noch etwas anderes Verwertbares abgewinnen: „Meine Station ist demnächst im Landesarchiv, wo ich helfe, alte Papiere zu restaurieren.“ Seine „Kollegen“ gehen in Museen, Baureferate oder Kirchen und finden dort praktische Denkmalschutz-Aufgaben, denen sie sich das kommende Jahr über widmen. 

Zwischendurch – so wie jetzt in Soest – kommt die Gruppe zu einzelnen Seminarwochen zusammen, in denen theoretische und praktische Grundlagen der Denkmalpflege vermittelt werden, erläutert Bernhard Anzalone von der Jugendbauhütte. Alte Handwerkstechniken wie Schmieden, Intarsienarbeit, Fachwerk, Baustilkunde und Bauphysik werden in der nächsten Zeit vermittelt. 

„Ich möchte die Arbeitswelt kennenlernen“, verspricht sich Rebecca von dem Jahr. Die 17-Jährige aus Bielefeld hat gerade ihr Abi gebaut: „Schule war schon sehr eintönig.“ Deshalb freue sie sich auf das „richtige Leben“ und darauf, viele verwertbare Erfahrungen zu sammeln. „Dieses Jahr gehört mir“, findet Wiebke, 19, aus Mettmann. 

Zwischen Schule und Studium habe sie erst einmal „ein Jahr Pause“ nötig. Die kunstbegeisterte junge Frau ist schon nach wenigen Tagen davon überzeugt, aufs richtige Pferd gesetzt zu haben: „Das ist total klasse hier.“ 

Die Plätze für das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege sind begehrt; nur knapp die Hälfte der Interessenten bekam in diesem Jahr ein Ticket. Wer mehr erfahren möchte über die Tätigkeiten, kann sich unter Telefon 02921 / 981 5555 an Bernhard Anzalone wenden oder im Netz stöbern: www.ijgd.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare