Fraunhofer-Zentrum Soest: Suche nach neuen Licht

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Start frei für das Fraunhofer-Anwendungszentrum in Soest. Hochschul-Präsident Claus Schuster, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Forscher Stefan Schweizer und Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer enthüllen den Wegweiser auf dem Campus.

SOEST - Das Fraunhofer-Anwendungszentrum für anorganische Lichtstoffe ist an der Soester Fachhochschule an den Start gegangen. Das Licht der Zukunft soll hier in enger Kooperation mit anderen Forschungsinstituten und namhaften Firmen der Region entwickelt werden.

Von Holger Strumann

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zitierte aus der Bibel, um den 200 Gästen im neuen Hörsaal auf dem Soester Campus die Bedeutung des Lichts und die Sehnsucht der Menschen danach vor Augen zu führen. Noch vor der eigentlichen Schöpfung sei man damals um Helligkeit bemüht gewesen: „Es werde Licht.“ Daran habe sich bis heute – auch nach mittlerweile 200 Jahren Erfahrung in künstlicher Licht-Herstellung – nichts geändert: „Ohne Licht geht nichts.“

Das Licht von morgen aber soll absolut strahlend-weiß sein, in kompakter Form daherkommen und effizient sein. Im Soester Anwendungszentrum wird nach verbesserten Leuchtdioden (LED) geforscht.

„Wenn Sie heute eine LED einschalten, haben Sie oft noch viel zu viel Blau herum“, sagt Professor Stefan Schweizer, der Chef des Anwendungszentrums. In einem kurzen Exkurs gab er den Gästen der Eröffnungsfeier „wissenschaftlich was auf die Mütze“, was das von ihm geführte Forscherteam in nächster Zeit in unterschiedlichen Projekten anstellen will, um das Licht von morgen zu finden.

Einweihung Fraunhofer-Anwendungszentrum an der FH Südwestfalen

„Es war schwierig“, so eine Koryphäe wie Schweizer „einzufangen“ und für die Hochschule Südwestfalen zu gewinnen“, sagte Präsident Prof. Claus Schuster. Das erste Gespräch mit Schweizer war im Prinzip schon nach zehn Minuten gescheitert. Doch dann kam der Joker aus dem Ärmel: Schweizer, ein in der Wolle gefärbter „Fraunhofer“, musste für die neue Spitzenaufgabe in Soest mit seiner renommierten Forschungsanstalt nicht brechen. Vielmehr konnten Land, Hochschule, Institut sowie private Firmen wie Hella oder Trilux von der Idee des Anwendungszentrums überzeugt werden.

„Sie liefern hier das Rohmaterial für den technischen Fortschritt“, umschrieb die Ministerin die Kooperation. Mehr noch: Es werde die Brücke zur Lebenswirklichkeit des Menschen geschlagen.

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