Tragischer Selbstmord am Freitagmorgen

Frau (42) stirbt bei Wohnungsbrand am Schwarzen Weg in Soest

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[Update 10.59 Uhr] Soest - Schrecklicher Ausgang eines morgendlichen Wohnungsbrandes in einem Mehrfamilienhaus am Schwarzen Weg in Soest: Laut Polizei ist eine 42-jährige Frau aus Soest bei dem Feuer ums Leben gekommen, das sie selbst in Selbstmord-Absicht gelegt hatte.

Die Soester Feuerwehr wurde um 8.33 Uhr alarmiert. Das Feuer war in der Erdgeschosswohnung ausgebrochen, die anderen Wohnungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Es gab auch keine Verletzten: Zwei weitere Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches dort aufhielten, konnten sich zügig ins Freie begeben und erlitten deshalb offenbar auch trotz der massiven Rauchentwicklung keine Rauchgasvergiftungen. 

Nach Informationen unserer Redaktion war die Frau, die ums Leben kam, am Freitagmorgen zusammen mit einer weiteren Person zunächst damit beschäftigt, Hausrat aus der Erdgeschosswohnung zu räumen und zu verladen.

Der Helfer verließ dann irgendwann deutlich vor 8.30 Uhr mit einem beladenen Fahrzeug den Schwarzen Weg. Als er zurückkehrte, kam er dann nicht mehr zurück in die Wohnung, die offenbar von innen durch die Frau versperrt worden war.

Insofern ist nach aktuellem Stand davon auszugehen, dass das Feuer in der Wohnung durch die Frau vorsätzlich gelegt wurde, um ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Unsere Darstellung bestätigte die Kreispolizeibehörde Soest dann schließlich in einer Pressemitteilung um 10.47 Uhr: "Nach ersten Ermittlungen hatte eine 42-jährige Frau aus Soest das Feuer in der Wohnung in suizidaler Absicht gelegt. Sie konnte durch die Feuerwehr nur noch tot geborgen werden."

Anmerkung der Redaktion:

Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Ereignisse im Zusammenhang mit suizidalen Handlungen zu berichten, außer sie erfahren wie in diesem konkreten Fall durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. 

Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

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