Alle glauben an ein gemeinsames Konzept

Französische Kapelle wieder Thema im Ausschuss 

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Es geht voran auf dem Weg zu einem neuen Wohngebiet. Der Block 6 der Adamkaserne ist jetzt auch abgerissen. Über die Französische Kapelle im Block 3 spricht am kommenden Dienstag der Haupt- und Finanzausschuss. 

Soest - „Uns ist es wichtig, dass die Französische Kapelle und das Museum als deutsch-französische Gedenkstätte erkennbar bleiben“, sagt Barbara Köster von der Geschichtswerkstatt. Darum wollen sie und ihre Gleichgesinnten mit an dem Konzept für das Dachgeschoss in Block 3 der Adamkaserne arbeiten

Scheitert der Plan, kann sich die WMS (Wirtschaft und Marketing Soest) vorstellen, die Kapelle ins Stadtführungsprogramm aufzunehmen. Und die Stadt könnte ein museumspädagogisches Programm installieren. 

Die Französische Kapelle ist am kommenden Dienstag (17. April) wieder Thema im Haupt- und Finanzausschuss. Aktuell gehen alle Betroffenen davon aus, dass die Geschichtswerkstatt und die Stiftung Museum der belgischen Streitkräfte in Deutschland von Burkhard Schnettler mit Unterstützung der Stadt – wie gefordert – bis zum 10. August ein Konzept für ein Museum im Dachgeschoss vorlegen. 

Darum wollen sich am Mittwoch (18. April)  nach der Ausschusssitzung alle Beteiligten wieder einmal an einen Tisch setzen, um dann weitere Fragen zu klären. Die Stadt will Tipps geben, zum Beispiel was Fördermöglichkeiten, Öffnungszeiten oder Eintrittspreise angeht. 

Vom Tisch ist offensichtlich die teilweise Einbeziehung des zweiten Obergeschosses, die zuerst diskutiert wurde. „Auch wenn die Räume authentischer wären“, wie Köster sagt, „aber wir müssen Kompromisse machen.“ 

Die Alternativ-Lösung mit Stadtführung und museumspädagogischen Programm habe die Verwaltung nur in die Vorlage geschrieben für den Fall, dass die Verhandlungen mit Stiftung und Geschichtswerkstatt scheitern, wovon aber derzeit niemand ausgehe, sagte der zuständige Beigeordnete Peter Wapelhorst. Für Barbara Köster ist klar: In einem neuen Museum zur Geschichte der Adamkaserne sollen die Zwangsarbeiter stärker in den Fokus gerückt werden. 

Für die Konzeption des Museums hat sich die Geschichtswerkstatt bereits einen Historiker an ihre Seite geholt. Er hatte ursprünglich die Nazi-Geschichte in der Adamkaserne aufarbeiten wollen. Die Stiftung Museum der belgischen Streitkräfte hat sich noch nicht geäußert.

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