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Französische Kapelle: Malereien kommen behutsam wieder an die Oberfläche

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Von: Kathrin Bastert

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Monika Voss-Raker, Andrea Peter und Katja Wohlgemuth restaurieren ein weiteres Stück der Westwand, der Decke und das Ständerwerk in der Französischen Kapelle.
Monika Voss-Raker, Andrea Peter und Katja Wohlgemuth restaurieren ein weiteres Stück der Westwand, der Decke und das Ständerwerk in der Französischen Kapelle. © bastert

Schwämmchen und Pinsel, Wattebausch und feine Spachtel sind die Mittel der Wahl in der Französischen Kapelle: Seit einer guten Woche sind drei Restauratorinnen hier am Werk. Ihre Aufgabe: Die Malereien an der Westwand, der Decke und dem Ständerwerk sollen behutsam wieder zum Vorschein kommen.

Soest – Was einst die Oberleutants Guillaume Gillet und René Coulon vor allem in blau, rot, ocker, weiß und grün auf die Wand malten, ist in den Jahren teilweise übermalt worden. Dazu kommt, dass vor allem an der Westwand starke Feuchte- und Salzschäden zu erkennen sind. „Die vollständige Instandsetzung des seit Jahren defekten Daches muss als nächstes umgesetzt werden“, bescheinigen die Werler Restauratorinnen Monika Voss-Raker und Katja Wohlgemuth. Nach der Dachabdichtung müsste besonders auf die Gefahr von Schimmelbildung ein Augenmerk gelegt werden. „Langfristig ist ein möglichst konstantes Klima des Raumes für den Bestand der Malereien wünschenswert.“

Die Restaurierung, für die die beiden Werlerinnen mit Unterstützung von Andrea Peter in den nächsten Wochen regelmäßig bis ins Dachgeschoss des Blocks 3 der ehemaligen Adamkaserne hinaufsteigen werden, ist nach 2009, 2011 und 2012 die vierte Maßnahme, die vor allem auf die Konservierung und Wiederherstellung der zum Teil freskenhaften Darstellungen an den Kapellenwänden zielt. Einerseits konnte damals aufgrund der begrenzten Mittel nicht alles restauriert werden; andererseits wäre angesichts der Feuchteschäden sicher trotzdem wieder eine Sanierung nötig. „Wir sind jedenfalls sehr froh, dass es gelungen ist, noch einmal Fördergelder zu bekommen“, sagt der Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Französische Kapelle, Werner Liedmann. So kann wieder ein Schritt hin zur Herstellung des Originalzustands gemacht werden.

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