Fotoprojekt: So sehen Kinder Soest

Oft abgelichtet: der Soester Marktplatz, immer ein lohnendes Motiv! Doch wie sehen die Kinder die Stadt, in der sie leben? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Fotoprojektes „Unser Soest“. -  Foto: Dahm

Soest –  Wie sehen Kinder die Stadt, in der sie leben? Auf diese Frage erhofft sich Mehmet Tavus viele eindrucksvolle Antworten. Er ist Initiator eines Fotoprojektes unter dem Titel „Unser Soest“.

Der Integrationsrat unterstützt die Idee und gibt Geld zur Umsetzung. Mehmet Tavus ist Mitglied in dem Gremium und stellte dort jetzt das Konzept vor: Kinder zwischen 13 und 15 Jahren – egal ob sie gerade erst in Soest angekommen sind oder hier fest zu Hause sind – gehen mit der Kamera durch die Straßen, richten den Fokus aus und fangen ihre Motive ein. Was fällt ihnen auf? Was finden sie bemerkenswert? Begleiter aus der Hannah-Arendt-Schule gehen als Partner mit auf Knips-Tour.

Im Duo ziehen die jungen Leute los, um die Stadt aus ihrem Blickwinkel anzuschauen. Eine spannende Angelegenheit, meint Mehmet Tavus, denn mit den Augen der Kinder betrachtet wirken die Dinge häufig ganz anders als in der über die Jahre vorgeprägten Wahrnehmung von Erwachsenen. Die Teilnehmer sollen nicht nur erfahren, die Bilder der anderen wertzuschätzen, sondern auch sich selber und das, was sie können. So biete die gemeinsame Arbeit die Chance, sich zu treffen, sich Tipps zu geben und sich gegenseitig zu unterstützen, meint Tavus.

Die Kinder lernen voneinander, sie diskutieren und entwickeln ihre Sprachkompetenz, so das Anliegen. Die Gruppe sichtet die Aufnahmen nach den Rundgängen gemeinsam und sucht dann die Objekte für eine Ausstellung aus, die in der Woche vor den Osterferien in der Stadtbücherei gezeigt wird. Die Eröffnungsveranstaltung ist für den 12. März geplant.

Der Grundgedanke der Integration stehe im Vordergrund, hebt Mehmet Tavus hervor. Erwachsene sollen so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig einbezogen werden.

Wer mitmachen möchten, sollte sich bei Mehmet Tavus melden, Telefon 0171/6 361 491; E-Mail: mehmet.tavus@freenet.de

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