Kanaal-van-Wessem-Kaserne

Flüchtlings-Unterkunft: Bäume weichen Zeltstadt

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In der Kanaal-van-Wessem-Kaserne war es die längste Zeit ruhig und grün. Seit Montag roden Arbeiter den kleinen Urwald, der sich in den vergangenen Jahrzehnten von ganz allein gebildet hat. In Kürze stehen hier Flüchtlingszelte.

Soest - In der Kanaal-van-Wessem-Kaserne haben die Vorbereitungsarbeiten für den Aufbau einer Flüchtlings-Zeltstadt begonnen. Seit Montag sind Gärtner damit beschäftigt, erst einmal das viele Grün aus dem Weg zu schaffen, um die alten Militärblocks und den Exerzierplatz freizulegen.

Nach 25-jährigem Dornröschenschlaf hatten Büsche, Bäume und Gräser beste Gelegenheit, sich ungestört auszubreiten. Nun aber geht es ihnen an den Kragen.

Schließlich sollen hier schon in vier Wochen bis zu 800 Flüchtlinge unterkommen. Fürs erste in Leichtbau-Hallen, die auf den Übungsplatz platziert werden. Rings herum ist der heute mit Bäumen eingerahmt; sobald die abgesägt sind, ist Platz für acht bis zehn Zelte.

Aber auch zwischen den einzelnen Blocks und Mannschaftsunterkünften, die später die Flüchtlinge beherbergen sollen, hat die Natur grüne Zeichen gesetzt. Um die Wege und Zugänge freizubekommen, setzten auch hier die Arbeiter die Motorsägen an.

Rodungsarbeiten in der Kaserne am Hiddingser Weg

„Wir stehen unter Zeitdruck!“, heißt es aus dem Rathaus. Mit Bund, Land und Bezirksregierung habe man vereinbart, möglichst rasch die Flüchtlings-Unterkünfte aufzubauen. „Einen festen Ablaufplan gibt es nicht“, sagt Thorsten Bottin von der Stadtverwaltung. Sobald eine Sache erledigt sei, werde die nächste angepackt. Um die Asylsuchenden hier unterzubringen, müssen unter anderem noch Strom- und Wasserleitungen sowie Abflussrohre verlegt werden. Zudem müssen freie (Rettungs-)Wege zu der Zeltstadt angelegt werden.

Der Stadtrat hatte vergangenen Mittwoch dem Aufbau der Notunterkunft in der Kaserne am Hiddingser Weg mit breiter Mehrheit zugestimmt.

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