Der Flohmarkt im Mitmach-Garten kommt komplett ohne Mäuse aus

Der Mitmach-Garten liegt am Brunowall in Soest: Neue Gärtner sind willkommen.

Soest - Sie heben nicht nur die Schätze aus dem Boden, Samstag kommender Woche werden auch die Schätze aus Haushalt und Kleiderschrank geholt. Die noch junge Gruppe der 20 bis 30 Gärtner im Soester Mitmach-Garten am Brunowall lädt für den letzten Samstag im Monat (29. Juli) zu einem „fröhlichen Fest des Schenkens und des Beschenktwerdens“ ein. Los geht es um 15 Uhr.

Vor einem Jahr herrschte hier in dem grünen Streifen zwischen Gräfte und Brunowall noch Niemandsland. Dann lud die Stadtverwaltung zur Ideenbörse und brachte den Gedanken eines Mitmachgartens ins Spiel. Noch im Herbst fanden sich Interessierte und Begeisterte, die das Vorhaben in die Hand nahmen. Seit diesem Frühjahr erfreuen sie sich nun an Kartoffeln, Gemüse, Beeren und Blumen – und an einer lebendigen Gemeinschaft.

Mehr noch: „Wir gärtnern auch in Anlagen, wo den Leuten die Kraft fehlt oder sie kein Interesse mehr haben“, schildert Gerda Kolf, eine der fleißigen MM-Gärtnerinnen. Drei solcher privaten Großbeete sind inzwischen hinzugekommen. Jeden dritten Mittwoch ist im Mitmachgarten fester Termin. Ansonsten kann jeder loslegen und zur Harke greifen, wann immer er will. Kolf: „Ich bin immer gespannt, wer sonst noch da ist.“

Mehr zum Gartenprojekt gibt es hier im Internet

Sonntag kommender Woche könnte es richtig voll werden. Denn das Geschenke-Fest ist neu, und keiner weiß genau, was da alles zusammenkommen wird, um den Besitzer zu wechseln. „Wäre doch einfach schade, wenn die gut erhaltenen Schätze in Kammern und Schränken vor sich hin schlummern, obwohl andere sie gut gebrauchen können“, sagt die Initiatorin.

Angeboten und genommen werde alles: Der alte Staubsauer ebenso wie der ausrangierte Kochtopf, der Pulli oder die Jacke.

Im Grunde genommen soll es wie auf einem Trödelmarkt zugehen – „mit einem wesentlichen Unterschied“, so Kolf: „Hier fließt kein Geld – weder in die eine noch in die andere Richtung.“ Statt Barem sollten die Gäste und Besucher etwas ganz anderes mitbringen: „Zeichen des Überflusses, gute Laune und gutes Wetter.“

Noch Fragen? Gerda Kolf antwortet gern: Telefon 02921/666264.

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