Auf die Feuerwehr könnte viel Arbeit zukommen

Feuerwehren im Kreis Soest bereiten sich auf Sturm "Sabine" vor, aber: "Wir machen uns nicht verrückt!"

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Die Feuerwehren im Kreis Soest bereiten sich auf viel Arbeit vor, die ihnen Sturmtief "Sabine" am Sonntag und Montag bescheren könnte.

Der erwartete Sturm wirft in den Köpfen der Feuerwehrleute seine ersten leichten Winde voraus: Die Feuerwehren im Kreis Soest bereiten sich darauf vor, dass am Sonntag viel Arbeit auf sie zukommt. Unterstrichen wird jedoch, dass man sich nicht verrückt mache - andere (Groß-)Einsätze kämen auch ohne Vorankündigung.

  • Die Feuerwehr bereitet sich auf Sturmtief "Sabine" vor.
  • Man mache sich jedoch nicht verrückt.
  • Andere Einsätze kommen auch ohne Vorankündigung.

Kreis Soest - Hält das Wetter, was die Karten aktuell prognostizieren, wird es am Sonntag und in der Nacht zu Montag dank des Tiefs "Sabine" stürmisch im Kreis Soest und ganz NRW

"Wir bereiten uns natürlich in einem gewissen Maße auf eine mögliche Flächenlage vor", erklärt Kai Weets, Sprecher der Feuerwehr Soest. So wurden zum einen bereits die ehrenamtlichen Einsatzkräfte darauf hingewiesen, dass am Sonntag ein großes Einsatzaufkommen anstehen könnte. Auch das Verpflegungsteam der Feuerwehr wurde bereits mit den bislang verfügbaren Informationen versorgt, damit es vorbereitende Maßnahmen treffen kann und ausreichende Vorräte an Lebensmitteln vorhanden sind, die für einen stundenlangen Einsatz für die Einsatzkräfte zubereitet werden können.

Die Leitung der Feuerwehr stehe in engem Kontakt mit dem Ordnungsamt der Stadt Soest. "Die Situation wird fortlaufend beobachtet, es hat auch schon Gespräche mit dem Deutschen Wetterdienst gegeben, der eine aktuelle Einschätzung zur möglichen Lage abgegeben hat", erklärte Weets. 

In Zusammenarbeit mit der Stadt hat sich die Feuerwehr darauf verständigt, eine gemeinsame Einsatzleitung mit dem Ordnungsamt und den Kommunalbetrieben zu bilden. So können die Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden.

Auch die Führungsgruppe der Feuerwehr Soest wurde bereits mit den wichtigsten bislang vorliegenden Informationen instruiert: "So kann im Vorfeld beispielsweise der Führungsraum vorbereitet werden, damit im Ernstfall sofort mit der Arbeit begonnen werden kann", so Weets. Sollte es die zu erwartende Flächenlage geben, würde diese Führungsgruppe der Feuerwehr die Einsätze im Soester Stadtgebiet koordinieren. 

Weets betont jedoch ausdrücklich: "Wir machen uns nicht verrückt! Klar gucken wir im Vorfeld, ob beispielsweise genug Reservekanister für die Kettensägen gefüllt sind." Fakt ist aber: "Wir sind immer einsatzbereit. Unsere Geräte werden ständig gewartet - im Normalfall gibt es ja auch keine Vorbereitungszeit für einen Einsatz."

Feuerwehr Warstein gibt umfassende Tipps für Verhalten während eines Sturmes 

Die Feuerwehr Warstein gibt auf ihrer Homepage Tipps, wie man sich auf einen Sturm vorbereiten kann und wie man sich während eines Sturmes verhalten soll: Feuerwehrsprecher Carsten Lehmann rät, alle Gegenstände in die Häuser zu holen, die leicht umherfliegen könnten. "Dazu gehören zum Beispiel Blumentöpfe, Gartenmöbel oder Mülltonnen", so Lehmann. Markisen sollten unbedingt einfahren werden, große und leichte Gegenstände wie Zelte, Pavillions oder auch Trampoline sollten abgebaut oder zusätzlich gesichert werden. 

Zudem rät Lehmann: "Parkt euer Auto nicht in der Nähe von Bäumen und stellt es am besten in die Garage."

Während des Sturmes sollte man nach Möglichkeit zuhause bleiben und Fenster und Türen geschlossen hatten. "Bleibt in den unteren Stockwerken und geht nicht ins Dachgeschoss. Meidet Orte, an denen Ihr von herabfallenden oder umstürzenden Gegenständen getroffen werden könnt. Lauft oder fahrt nicht durch Wälder und beachtet in jedem Fall vorhandene Streckensperrungen", rät Carsten Lehmann. 

Sollte ein Notfall eintreten, sollte dieser ganz normal über den Notruf 112 gemeldet werden. "Bei Großschadenslagen wie einem Unwetter müsst ihr damit rechnen, in die Warteschlange zu kommen. Ruft nicht bei Freunden oder Bekannten an, die bei der Feuerwehr sind, um zum Beispiel einen umgestürzten Baum zu melden."

Sturm: So arbeitet die Feuerwehr bei Flächenlagen

Carsten Lehmann erklärt zudem, wie die Feuerwehr bei Sturmlagen arbeitet: "Bei großflächigen Schadenslagen werden die Einsätze, die zentral in Soest ankommen, auf verschiedene "kleine Leitstellen" (Funkzentralen in den Feuerwehrhäusern, Anm. d. Red.) im Stadtgebiet verteilt. Dabei haben Notfälle bei denen Menschen in akuter Gefahr sind, immer oberste Priorität." 

Weiter erklärt er: "Bäume auf Straßen werden dann entsprechend der Wichtigkeit der Verkehrsstrecke durch die Feuerwehr beseitigt oder der Bereich abgesperrt. Ein umgekippter Baum, von dem keine Gefahr oder schwere Behinderung für Hauptverkehrsstrecken ausgeht, ist nicht unbedingt ein Fall für die Feuerwehr und kann auch nach dem Unwetter durch den Baubetriebshof oder private Unternehmen beseitigt werden."

Über die aktuellen Entwicklungen zum bevorstehenden Sturmtief berichten wir fortlaufend in unserem News-Ticker für den Kreis Soest und ganz NRW. 

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