Am späten Abend

Feuerwehr verhindert Schlimmeres: Abluftanlage der Firma Kverneland in Flammen

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Unter Atemschutz bekämpft die Feuerwehr den Brand in der Abluftanlage.

[Update: 23.55 Uhr] Soest - Am Mittwochabend ist ein Feuer bei der Firma Kverneland in Soest ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Bei der Firma Kverneland am Coesterweg in Soest ist am Mittwochabend gegen 21.55 Uhr ein Feuer in einer Abluftanlage ausgebrochen. Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest, berichtete, dass die Filter der Absauganlage der Lackieranlage in Brand geraten waren.

Mit der ersten Rauchentwicklung löste die Brandmeldeanlage aus, die nicht nur für die Alarmierung der Feuerwehr sorgte, sondern auch die Mitarbeiter warnte, die umgehend das Gebäude räumten. Verletzt wurde niemand.

Schrauben sorgen für große Herausforderung

Die Löscharbeiten stellten die Feuerwehr jedoch zunächst vor eine schweißtreibende Herausforderung: "Man muss sich die Abluftanlage wie einen riesigen Blechkasten vorstellen. Diese war durch sehr viele Schrauben verschlossen, die von den Kräften unter Atemschutz einzeln abgeschraubt werden mussten, ehe die Brandbekämpfung gestartet werden konnte", erklärte Wirth.

Feuerwehr-Großeinsatz: Absauganlage bei Firma Kverneland in Soest brennt

Als dies gemeistert war, wurde das Feuer umgehend mit einem Wasser-Schaum-Gemisch bekämpft. Wichtig dabei: Es wurde mit wenig Wasserdruck gearbeitet. Da es sich um kleinste Staubpartikel handelt, wäre bei zu hohem Wasserdruck die Gefahr hoch gewesen, dass die Partikel aufgewirbelt werden. Dies hätte zu einer lebensgefährlichen Staubexplosion führen können.

Wirth zufolge sei die gesamte Halle stark verraucht gewesen, mit zwei Großlüftern der Feuerwehr Soest wurde sie vom Rauch befreit. Das Dach wurde über die Drehleiter kontrolliert - dort konnte glücklicherweise kein Feuer festgestellt werden. Gleiches gilt für eine Rohrleitung zwischen der Absaug- und der Lackieranlage. Die Leitung wurde auf Glutnester kontrolliert. Das Ergebnis: Keine Gefahr. Die Brandschutzklappen im Dachbereich erfüllten ihren Zweck, öffneten umgehend und verhinderten Schlimmeres.

Um jedoch kein Brandnest zu übersehen, wurde die gesamte Abluftanlage auseinandergebaut. Die Filter wurden herausgenommen und umgehend in der Halle abgelöscht.

Offenbar geringer Schaden durch schnelles Handeln 

Nach Angaben der Geschäftsführung sei der Schaden durch das schnelle Handeln der Feuerwehr gering einzuschätzen. "Im Idealfall" könne die Lackierstation bereits am Donnerstag wieder in Betrieb genommen werden, so die Vermutung.

Im Einsatz waren vier Züge der Feuerwehr Soest, sechs Trupps unter Atemschutz arbeiten im Gebäude.

Einsatzleiter Jürgen Wirth resümierte: Das ist nochmal glimpflich ausgegangen.

Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet.

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