"Sind im Berufsfeuerwehrmodus"

Arbeitsreiche Tage: Feuerwehr richtet Dank an Arbeitgeber und Familien - dringender Appell an Bevölkerung

Arbeitsintensive Tage liegen hinter den Einsatzkräften der Feuerwehr Soest.
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Arbeitsintensive Tage liegen hinter den Einsatzkräften der Feuerwehr Soest.

Ein Gasaustritt, mehrere Kleinbrände, eine verrauchte Wohnung nach einem missglückten Kochversuch und ein Erste-Hilfe-Einsatz in der Innenstadt – das Einsatzaufkommen der Feuerwehr Soest am Donnerstag und Freitag war immens. An die Bevölkerung richtet der Feuerwehr-Chef einen dringenden Appell.

Soest – „Wir sind aktuell im Berufsfeuerwehr-Modus“, sagt Soests Feuerwehr-Chef Jürgen Wirth. Achtmal rückten die Einsatzkräfte an den beiden Tagen aus. 

Im Gegensatz zu ihren Großstadt-Kameraden sind die Feuerwehrleute in Soest jedoch ehrenamtlich im Einsatz und werden zur Hilfeleistung von ihren Arbeitgebern freigestellt, verlassen den familiären Mittagstisch oder kommen – wenn die Melder nachts zum Einsatz klingeln – im Schlafanzug zur Wache.

Viele Einsätze in Soest: Feuerwehr-Chef dankt Familien und Arbeitgebern

„Das sind solche Tage, an denen man Familien und Arbeitgebern einen großen Dank der Feuerwehr aussprechen muss. Wenn sie nicht mitspielen würden, würde das ganze nicht funktionieren“, betonte Soests Feuerwehr-Chef Jürgen Wirth. 

Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr bei einem Gasaustritt an der alten B1 in Ampen im Einsatz.

Gleichzeitig betonte Wirth jedoch auch, dass mancher Einsatz bereits im Vorfeld leicht zu verhindern gewesen wäre. Beispiel: Ein Heckenbrand am Ilgenweg, zu dem die Feuerwehr am Donnerstag um 17.11 Uhr gerufen wurde. „Ein Anwohner hatte dort Unkraut mit einem Bunsenbrenner verbrannt.

Problematische Trockenheit: So schnell stand die Hecke in Flammen

Plötzlich stand die Hecke zwischen zwei Wohnhäusern auf einer Länge von fünf Metern in Flammen“, schilderte Wirth. Der Verursacher habe später berichtet, dass sich das Feuer rasant ausgebreitet habe. Er sei losgerannt, um einen Gartenschlauch zu holen. Als er wenige Momente später wieder zurück war, brannten bereits drei Meter Hecke lichterloh.

Dringender Appell: Unkraut nicht verbrennen!

„Deswegen der dringende Appell: Unkraut auf keinen Fall mit einem Bunsenbrenner vernichten!“, unterstreicht Jürgen Wirth. Selbst wenn eine Hecke von außen einen gesunden und grünen Eindruck mache: „In den Hecken hängen trockene Äste und Blätter aus den Vorjahren – die brennen wie Zunder.“ 

Malheur bei Bauarbeiten: Gas-Alarm in Soest-Ampen

Selbst kurzfristige Regenfälle wären „nur eine Zeiterscheinung“. Wirth betont: „Wir haben bereits jetzt eine Trockenheits-Situation wie vor einem Jahr im Hochsommer.“

Lesen Sie auch: Am Freitag drang Rauch aus einer Wohnung - die Feuerwehr Soest rückte an und konnte schnell Entwarnung geben. Von dort ging es wenige Minuten später weiter zum nächsten Einsatz.

Bereits am Mittwochabend hatte es einen Großeinsatz für die Feuerwehr gegeben - bei der Firma Veolia stand ein Altöl-Container in Flammen.

Großer Feuerwehr-Einsatz in Soest: Altöl-Container brennt unter Hallendach

Wie schnell ein Heckenbrand außer Kontrolle gerät, wurde am Donnerstag auch an anderer Stelle deutlich. Der Verursacher wurde gleich doppelt zum Pechvogel.

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